Wintergerste: teils Netzflecken


Aktuell: 18.04.2018


Die Wintergerste hat sich auf den meisten Flächen gut entwickelt und ist bis dato in EC 31. Früh gesäte Bestände gehen schon Richtung EC 32. Der Krankheitsdruck ist gering, Netzflecken sind jedoch zu finden. Wir haben die erste Einkürzung mit 0,5 - 0,6 Moddus getätigt. Dazu haben wir ein breit wirksames Fungizid gefahren (Prothioconazol und Spiroxamine). Jetzt steht noch die Abschlussdüngung, falls noch nicht genug Stickstoff gefahren wurde, an (auf Aufhellungen im Bestand achten). Zudem wird im Grannenspitzen ein Fungizid sowie ein ethomphonhaltiger Wachstumsregler appliziert, um Ährenknicken zu verhindern. 


Netzflecken in der Gerst (Quelle: Max Wilmsen)



Winterweizen: alles noch!!! gesund.


Aktuell: 18.04.2018


Die 1. Wachstumsreglermaßnahme mit Cycocel ist abgeschlossen. Bis dato (vor einer Woche) sind noch keine Krankheitsymptome sichtbar geworden. Die zweite Wachstumsreglermaßnahme kann bei früh gesätem Weizen nächste Woche getätigt werden, falls das Wachstum weiter anhält. Wichtig ist, dass diese Maßnahme auf dem Punkt sitzt. Beobachten Sie die Bestände und schneiden Sie den Hauptrieb auf. Wenn 1 cm Platz zwischen Bestockungsknoten und 1. Haupttrieb liegen, sind wir in EC 31. Ab dann sollte in lageranfälligen Sorte und schweren Böden mit hoher Stickstoffnachlieferung behandelt werden. Bei Mehltaubefall sollte ein einfaches Fungizid wie Vegas oder Talius mit guter Mehltauwirkung gefahren werden. Bei hohem Kranhkeitsdruck, gerade wenn erneut Niederschläge einsetzen muss über ein breiteres Fungizid nachgedacht werden.



1. NAK in Rüben wie gewohnt


Aktuell: 18.04.2018


Die ersten Rübe sind aus (eine Woche vor Ostern gesät am 25. März und ummittelaber nach Ostern). Das Unkraut ist demenstprechend groß. Nach wie vor mischen wir die einzelnen Wirkstoffe miteinander, um kostengünstig zu applizieren. Raps, der schon im Laubblattstadium ist, erfordert eine Debute Menge von 20 g.


Rüben im Keimblattstadium (Aufnaheme 10.04.2018, Quelle: Max Wilmsen)


 

 

 

 



Hohe Zuckererträge durch günstige Witterung.


Aktuell: 27.12.2017


In der Kampange 2017 erreichen die Zuckerrübenerträge kanpp die Rekortwerte von 2014. Die Zuckererträge/ha liegen durch den hohen Zuckergehalt sogar über den Zuckerertägen/ha im Jahr 2014. Zum leid des Einzelnen werden weltweit gute Zuckerernten eingefahren, sodass ein Erezeugungsüberschuss die Märkte belastet. Zwischen März und September 2017 gab der Zuckerpreis um 30 % nach. Aktuell liegt der Weltmarktpreise bei 320 €/t. Die Zuckervermarktungdurch Pfeifer & Langen für das Anbaujahr 2017 endet am 30 September 2018. Der genauer Zuckerrpreis steht noch nicht fest. Folgende Preisfestsetzungen werden für Überrüben aufgestellt:

- Bis 15 % Überlieferung 15 €/t Mindestpreis (+ 50% der Schnitzelverfügtung, bei 16 % Zucker)

- Über 15 % Überlieferung 7,5 €/t (+ 50 % Schnitzelvergütung, bei 16 % Zucker)


Eine gute Absatzmöglichkeit für Überrüben werden durch Biogasanalgen geschaffen. Der zu erreichende Preis ist oft besser als der Überrübenpreis, wenn 15 % überliefert sind.


Auch wir nehmen Überrüben gerne an. Sprechen Sie uns einfach an!


 

 

 

 




Fungizidbehandlung im Raps - Winterfest machen


Aktuell: 06.10.2017


Raps ist dieses Jahr Ende August unter sehr guten Bodenbedingungen gedrillt worden. Vorauflaufherbizide konnten gute Wirkungen erzielen, da nach der Spritzung Niederschag fiel. Teilweise haben kurzzeitige heftige Niederschläge die Bodenherbizide so tief eingewaschen, dass der Raps beim Auflaufen und Wachsen behindert wurde.

Jetzt steht eine Fungizidmaßnahme an: Beim Raps wirken die Fungizide (meist Azole) nicht nur gegen Pilzekrankheiten, sondern haben eine kürzende Wirkung, die den Raps winterfest macht. Metconazol (Carax) in Kombination mit Tebuconazol (Folicur) hat auch in weit entwickelten Beständen eine gute einkürzende Wirkung.

Phoma ist eine Krankheit, die im Herbst behandelt werden muss, falls ein Infektionsdruck da ist. Dieser ist vorhanden, wenn nach der Rapsernte starke Niederschläge fallen, die die Ascosporenbildung des Phoma-Pilzes fördern. Da 2016 ein sehr trockenes Jahr war, konnte keine Phomainfektion bis mitte Oktober festgestellt werden. Daher ist eine Phomainfektion für dieses Jahr eher nicht zu erwarten.

Fraßschäden durch Rapserdfloh: Da die Neonecotinoidbeizung nicht mehr erlaubt ist, macht der Rapserdfloh Fraßschäden an den Rapspflanzen. Gut entwickelte Bestände leiden darunter weniger, als dünn stehende spät aufgelaufende Bestände. Eine Insektizidbehandlung hilft zum jetzigen Zeitpunkt jedoch wenig, da eine Eiablage schon erfolgt ist.

Gräserbekämpfung: Das Problem im Raps ist der Gersten- oder Weizenauswuchs.  Im 3 Blattstadium sind Gräser einfach mit Fops wie Agil S oder Tagar Super bekämpfbar.

 


Was bleibt festzuhalten ?

1. wenig Phomadruck

2. Einkürzung notwendig, auch wenn die Wirkung bei spätem Zeitpunkt geringer ist

3. Insektizid wenig sinnvoll (Resistenzmanagement !)

4. Gräserbekämpfung sinnvoll (Mulchsaatflächen besonders!)

5. Bor kann hinzugefügt werden




Letzte Maßnahme mit langanhaltenden Carboxamid


Aktuell: 24.05.2017


Das Getreide hat sich in den letzten 2 Wochen gut enwickelt. Viele Bestände haben das EC Stadium 39 erreicht (vollentwickeltes Fahnenblatt). Da wir in der letzten Fungizidmaßnahme einfache azol- und strobilurinhaltige Mittel eingesetzt haben, kann nun ein langanhaltendes portektives Mittel gefahren werden. Wir fahren mit den Wikstoffen Epoxiconazol und Xemium, die im Ceriax enthalten sind. Unkrautbekämpfungsmaßnahmen sind soweit abgeschlossen.



Mais: 1. Unkrautbekämpungsmaßnahme


Aktuell: 24.05.2017


Der Mais hat sich durch die anhaltenden kalten Temperaturen Anfang Mai verzögert entwickelt. Die Unkräuter sind jedoch bei früh gesäten Flächen weit entwickelt. In den letzten Wochen konnten die Maispflanzen durch warme Tage und genügend Bodenfeuchte wieder aufholen. Unter diesen Umständen ist eine Splitting-Maßnahme mit Vorlage der halben Aufwandmenge zu Beginn sinnvoll. Große Unkräuter werden im 2-3 Blatt Stadium des Maises bekämpft. Nach ein paar Wochen kann dann die andere Hälfte der Aufwandmenge appliziert werden. Zudem kann auf Problemunkräuter und -ungräser reagierte werden. 




Wir sezten das breitwirksame Mittel Laudis ein. Laudis hat den Vorteil, dass es keine Nachbauprobleme gibt. Zudem ist dieses Mittel für die Splittingmaßnahme sehr gut geeignet.



Getreide: gesund (und munter)


Aktuell: 10.05.2017


Weizen, Dinkel, Triticale und Gerste haben sich im Durschnitt gut entwickelt. Besonders die Bestockung wurde in Spätsaaten oder in Feldern mit Gänseschäden durch den niederschlagsarmen April gehemmt. Jetzt befindet sich jede Getreidepflanze in der Schossphase.


 

Diese Symptome sind typische Anzeichen von Kältstress, die an älteren Blättern zu erkennen ist. Eine Septoriainfektion ist auszuschließen, da keine Sporen in dem dunklen Bereich zu erkennen sind.


Sehr weit entwickelter Weizen befand sich Anfang Mai im EC-Stadium 33. Der Großteil der Weizenbestände konnten in 32 Klassifiziert werden. Krankheiten waren in keinem Getreide in hohem Maße zu erkennen. Lediglich Mehltau und Altinfektionen von Septoria an unteren Blättern konnte klassifiziert werden.


Maßnahmen: In der letzen Woche haben wir mit der 2. Einkürzung begonne. Dafür verwenden wir den Gibberellin Hemmer des Produktes Moddus. Da nach Bonitur keine erheblichen Krankheiten vorhanden waren, haben wir ein kostengünstige und mehltau- und rostvorbeugende Azolmischung gefahren.



Aktuell fahren wir in der Gerste die Abschlussbehandlung mit einem Mischung aus Azolen und einem Carboxamid für eine langanhaltenden Pilzschutz bis zur Ernte. Zudem wird Camposan als Wachstumsregler vor allem gegen Halmknicken eigesetzt.



Gülletransport neu im Angebot


Aktuell: 18.04.2017


In Kooperation mit dem Lohnunternehmer Gebr. Seegers transportieren wir für Sie Gülle- und Gärsubstrate günstig zum Feld oder zu Lagerbehältern.


 

 



1. NAK: Nach Frostphase Unkraut zügig bekämpfen 


Aktuell: 18.04.2017


Bis Ostern wurden alle Rübenflächen bestellt. Die Rüben, die um den 16. März gesät wurden, haben das erste Laubblattpaar ausgebildet (EC 11) und wurden schon gegen Unkraut behandelt. Ende März gesäte Rüben sind bereits aufgelaufen, während später gesäte Rüben am Keimen sind. Es bleibt abzuwarten, wie der bevorstehende Nachtfrost von angekündigten -4 bis -6 Grad den Rüben zusetzt. Nach der kalten Phase sollte mit der 1. NAK begonnen werden. Da im Allgemeinen ein hoher Unkrautdruck vor allem auf Mulchsaat aber auch auf gepflügten Flächen vorhanden ist, sollte zu einer üblichen Herbizidmischung (Metamitron, Phenmedipham, Ethofumesat) der Wirkstoff Quinmerac zugesetzt werden, der Bingelkraut und Knöterich-Arten besser erfasst. Bei erneut austreibenden Ölrettich oder Raps, der sich im Laubblattstadium befindet, sollte über Debut nachgedacht werden.




Zusammengefasst:


- Kälteperiode abwarten

- Mischung mit Quinmerac und falls erforderlich Debut

- Aufwandmenge den Temperaturen und der Lichtintensiät anpassen




"Der 1. Schnitt muss den Ertrag bringen"


Aktuell: 09.03.2017


Die Düngung im Grünland und im Ackergras zum Vegetationsbeginn entscheidet in einem hohen Maße über den Ertrag des 1. Schnittes. Die Andüngung mit Gülle reicht oft nicht aus, um den Bedarf an Nährstoffen zu decken. Mineralische N-Dünger enthalten neben Ammonium auch Nitrat, welches die Pflanze direkt aufnehmen kann. Auch die Schwefeldüngung ist nicht zu vernachlässigen. Schwefel kommt in Eiweiß-, Enzym- und Vitaminverbindungen der Pflanze vor. Bei einer langjährig organischen Düngung wird der Schwefel aus dem organischen Material mineralisiert. Dies deckt oft den Schwefelbedarf im Frühjahr.

Warum also Schwefel mineralisch zusetzte?

- zu Vegetationsgebinn wird zu wenig Schwefel aus Organik mineralisiert, da es noch zu kalkt ist

- Leichte Böden mit wenig Humus weisen einen geringen Schwefelgehalt auf

- 1. Schnitt ertragsreichster und damit höchste Nährstoffabfuhr

- intensive N-Düngung erfordert auch eine höhere Schwefeldünung


Eine Optische erkennbare Schwefelunterversorgung wie diese, zeigt sich in der Praxis selten (Quelle: DLZ März 2017).


Wir bieten Ihnen:


- AHL (15 % Harstoff /  7,5 % Ammonium / 7,5 % Nitrat)

- ASL (8 % Stickstoff / 9 % Schwefel)


Diese Dünger können wir je nach gewünschten Anteilen mischen.

AHL ist deutlich günstiger als KAS, sodass die Ausbringkosten durch die Preisdiffernz getragen werden können.


Durch die Ausbringung der AHL- und ASL-Lösung mit Schleppschleuchen ist die Gefahr der Festlegung des N-Düngers gering, da eine Depotwirkung erzielt wird. Gleichzeitig werden die Ammoniakverluste minimiert. Bei der KAS-Dünungung im Frühjahr kann es zu Stickstoffverlusten durch Nitratauswaschung kommen, da der Nitratanteil höher ist.


Falls Sie fragen haben oder mehr Infromationen haben möchten, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.



Zuckererträge Im Mittel gut


Aktuell: 13.11.2016


Die Rübenerträge waren bei den ersten Terminen Ende September durchschnittlich. Jedoch waren die Zuckergehalte sehr hoch. Der trockene September ließ die Rüben nicht mehr wachsen. Dennoch konnte die Rübe viel Photosynthese betreiben und die Zuckergehalte erhöhen. Späte Rüben, die Ende Oktober und Anfang November gerodet wurden, wiesen einen hohen Masseertrag auf, jedoch waren die Zuckergehalte nicht mehr so hoch wie früh gerodete Rüben. Dies lag zumeist an den im September bis Oktober mobilisierten Stickstoff (warmer September und Niederschlag im Oktober). Dennoch konnte mit den späten Rüben ein höherer Zuckerertrag von 17 t/ha erzielt werden. Sowohl schlechten Masseertrag wie auch schlechte Zuckergehalte wurden bei im Frühjahr Hochwasser geschädigten Rüben erzielt. Teils haben diese Gürterschorf (Aphanomyces Cochlioides) oder die späte Rübenfäule (Rhizoctonia solani) bekommen, was sich negativ auf beide Ertragskomponenten ausgewirkt hat. Bei nassen Standorten mit erhöten Maisanbau werden Rhizoctonia resistente Sorten empfohlen. 


 

 

 



Quelle: Institut für Zuckerübenforschung, Göttingen


früh gesät = viel Biomasse = früh blühend 


Aktuell: 13.11.2016


In diesem Jahr konnte die Aussaat von Raps und Zwischenfrüchten unter sehr trockenen Bedingungen vollzogen werden. Aus dem Sommerfrost resultierte eine feinkrümelige Bodenstruktur, die die Aussaat erleichterte. Jedoch bestand die Gefahr, dass die Saat zu wenig Bodenschluss hatte und somit kein Wasser zur Verfügung stand, das zur Keimung benötigt wird. Fest zu halten bleibt, dass auch Zwischenfrüchte gesät und nicht gestreut werden sollten, um solchen Gefahren aus dem Weg zu gehen. Früh gesäter Ölrettich konnte mit dem Regen, der Ende August noch fiel, ein Wurzelwerk ausbilden, das das kapillare Wasser nutzen konnte. Der Ölrettich wuchs also auch in den trockenen Septembermonaten weiter und generierte enorme unterirdische Biomasse. Jedoch wurde unter dem Wassermangel auch das Schossen des Ölrettiches hervorgerufen, was dazu führte, dass er früh anfing zu blühen: Wir haben uns dazu entschieden, diesen früh blühenden Ölrettich (gesät Mitte August) Anfang Oktober bei trockenen Bedingungen zu mulchen.

Negativ: - Auswaschungsgefahr von Nitrat, da es keine aktive Pflanze mehr gibt                    und das klein gehäckselte grüne Material Stickstoff frei setzt.  

Positiv:  - keine Spuren, da trockenes Wetter

             - keine Gefahr der Samenbildung

             - einfache Mulchsaatbereitung 


 



Was bleibt noch festzuhalten: An manchen Feldern lässt sich ein "unruhiger" Bestand (viel und wenig Aufwuchs) erkennen. Dies ist zum einen auf Bodenschäden zurückzuführen (Meist erkennbar, wenn am Rand von Flächen (keine Gewichtsbelastung) ein guter Aufwuchs und am Vorgewende ein welliger Aufwuchs vorhanden ist). Zum anderen ist  Stickstoffmangel eine Ursache für ungleichmäßige Bestände (siehe Bild). 

Resultat: 

- bei trockenen Bedingungen tief lockern, falls Verdichtungen 

- bei tockenen Bedingungen nicht viel wenden (Pflug), um Austrocknung zu             verhindern

- Zwischenfrucht säen! 

- Eine Zwischenfrucht braucht Stickstoff! 


dunkler Bestand genau im Überlappungsbereich der Spritze (36 m), die hier zuvor im Getreidebestand gedüngt hat


 

 



Getreide - Herbizidbehandlung und fertig?


Aktuell: 13.11.2016




Bis Mitte Oktober hatten wir sehr warme und trockene Tage - Ungewöhnlich für einen Herbstanfang. Dennoch gingen Ende Oktober die Temperaturen wieder herunter und Regen war auch in Sicht. Für die Herbstaussaat boten sich prima Bedingungen: Die Maisernte wurde meist bei trockenen Bedingungen vollzogen, was dem Boden zu Gute kam. Zudem konnten Untergrundlockerungen bei diesen Bedingungen druchgeführt werden, ohne Schäden bedingt durch zu nassem Untergrund zu verursachen. Niederschläge Ende Oktober bis Anfang November ließen die Saat gleichmäßig auflaufen. Im EC 11-13 (1 bis 2 Keimblätter) sollte eine Herbstbehandlung durchgeführt werden. Sowohl Dikotyle Unkräuter (Zweikeimblättrige) und Monokotyle Unkräuter wie Ackerfuchschwanz sollten dann aufgelaufen sein und bieten zu diesem Zeitpunkt den besten Bekämpfungserfolg. Wir arbeiten mit dem günstigen Wirkstoff Isoproturon, der trotz seines Alters noch kein resistenzgefährdetes Mittel ist (HARAC C2). Es zeigt hervorragende Wirkungen gegen Kamille und Vogelmiere und Unterstützt die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz sowie Windhalm. Herold SC ist der Mischpartner und zeigt gute Wirkungen gegen alle Gräser und deckt andere zweikeimblättrigen Unkräuter ab  (Stiefmütterchen, Taubnessel, Raps und Storchenschnabel). 


 

 

(Quelle: Ulber, B., 2016: Lehrmodul: spezielle Phytomedizin, Entomologie)


Wir mussten leider feststellen, dass im letzten Sommer besonders der Dinkel von Virusinfektionen befallen war. Virusinfektionen, wie das Gelbverzwergungsvirus, werden durch Läuse übertragen, die als Vektor der Viren dienen. Bisweilen galt dieses Virus nur in Gerste als besonders gefährlich. Doch es kann auch in anderern Getreidearten in abgewandelter Form auftreten. Deshalb entschieden wir uns ein Insektizid mit in die Herbstbehandlung aufzunehmen. Einmal im Herbst den Läusedruck zu mindern ist kein großer Kostenfaktor und minimiert die Gefahr einer Infektion. Sicherlich sollte bei spät gesätem Getreide diese Maßnahme im Sinne des Resistenzmanagements überdacht werden.

Bei Gerste fügten wir Mangan hinzu. Mangan sollte auch bei einer Weizen Behandlung hinzugeführt werden, wenn vorher gekalkt wurde.  


Neu bei uns: 


Wir haben unsere Selbstfahrerspritze mit einem automatischen Lenksystem ausgestattet. Das bedeutet, dass wir die Überlappungen noch weiter reduzieren. Des Weiteren brauchen Sie keine Rücksicht mehr auf Fahrgassen nehmen beim säen. Wir Versuchen mit diesem Ansatz gerade Fahrspuren anzulegen, die das Güllefahren (18 m oder 12 m Fass) und die Ernte ( Mähdrescher fährt im Kreis und orientiert sich an der Fahrgasse) produktiver machen sollen. 



Auch auf dem Acker nicht viel zu holen


21.08.2016



Bis zum Sommer haben viele mit einer Rekordernte beim Getreide gerechnet. Ein nicht zu warmes Frühjahr mit genügend Niederschlag erwies sich für die Pflanzen rein optisch als positiv. Trockenstress war in der Region Niederrhein fast nicht vorhanden. Mitte Juni wurden die Stimmen lauter: "Jetzt haben wir langsam genug Regen". Aber man kann ja nicht alles haben. Diese Regenperiode riss jedoch nicht bis zur Ernte ab. In Kombination mit bedecktem Himmel und kühlen Temperaturen sorgte der hohe Niederschlag wahrscheinlich für die niedrigen Erträge. Zu wenig Photosyntheseleistung ist im nachhinein oft die Erklärung für die geringen Erntemenge. Gerstenerträge fielen sehr unterschiedlich aus. Von 5 bis 9 Tonnen war alles dabei. Im Weizen schienen die Erträge im Bereich 7 bis 8 Tonnen zu liegen. Jedoch gab es oft Ausreißer nach unten. Meist sah der Weizen optisch gut aus, hatte viel Stroh jedoch keinen hohen Kornertrag. Solche Bestände zeigen, dass pflanzenbaulich nicht viel falsch gemacht wurde, jedoch die feucht kühle Witterung für diese schlechten Erträge verantwortlich ist. Herauskristalisiert hat sich zudem, dass entgegen vieler Meinungen eine verhaltene Andüngung im Frühjahr und daraus resultierend nicht zu dichte Bestände in diesem Jahr gute Erträge erzielt haben. So ist eine Strategie mit Gülle als Startdüngung und danach zwei mineralische Gaben  eine ertraglich erfolgsversptrechende Möglichkeit kostengünstig und bedarfsgerecht zu düngen. Wachstumsregler sollten auf guten Standorten in unserer Region immer an der oberen Grenze gefahren werden, weil die N-Nachlieferung der kontinuierlich organisch geüngten Flächen oft unterschätzt wird. Der Raps war am Niederrhein ertraglich noch recht gut, in vielen Teilen Deutschlands jedoch unterdruchschnittlich.

Was bleibt festzuhalten:

-   einfache Andüngung mit Gülle reicht bei gut entwickelten Beständen

- Wachstumsreglereinsatz generell höher ansetzten (wenn hohe organische Düngung)

- es kommen auch wieder bessere Jahre




 

 

 

 



Ährenbehandlung im Weizen (BBCH 60)


02.06.2016


Die in der letzten Woche einsetzenden teils kräftigen Niederschläge waren solange sie nicht Erosionen hervorgerufen haben gut für die Kulturen. Nur auf leichten Böden waren schon Trockenschäden erkennbar. 14 Tage nach der Fahnenblattbehandlung steht nun die Ährenbahndlung an. Den Hauptaugenmerk legt man auf den Fusariumschutz in der letzten Fungizidbehandlung. Temperaturen um die 20 °C  und anhaltenden Niederschläge sorgen für ein erhöten Infektionsrisiko. Duruch Wassertropfen gelangt der Fusariumpilz von Ernteresten zu der Blüte und kann so in die Kornalangen befallen. Gerade die jetztigen Starkregen mit dicken Tropfen unterstützen den Befall. Zudem steigen mit dieser Witterung die Infektionsrisiken für Septoria und Roste.

Wir fahren eine solide Mischung aus zwei azolhaltigen Mitteln (Osiris und Ampera), die sich durch unterschiedliche Wirkstoffen gegenseitig ergänzen. Sie haben eine sowohl vorbeugende als auch heilende Wirkung auf Septoria und bilden zudem eine sehr guten Schutz gegen Ährenfusarien.

Zudem setzen wir ein Isektizid mit dem Wirkstoff gamma-Cyhalothrin ein. Damit werden Blattläuse und Getreidehähnchen bekämpft, die physiologische Blattschäden verursachen.

Damit wären wir mit der Weizenbehandlung durch! Wir hoffen, dass wir vieles richtig gemacht haben und dass wir gute Erträge erreichen. 


 

 



 



Mais: zweites Mal spritzen für saubere Bestände


Aktuell: 02.06.2016


Bis jetzt sehen die Maisbestände sehr sauber aus. Bei Zwischenfruchtbeständen mit Ölrettichauswuchs zahlt sich eine Behandlung mit einem Totalherbizid vor der Saat immer aus. Falls die Bestände nach der 1. Splittingmaßnahme wirklich sauber sind, kann man mit der zweiten Behandlung noch warten oder drauf verzichten. Vielleicht sollte über eine Spurenelemntdüngergabe vor allem bei schlechten Beständen nachgedacht werden. Wir setzen ein phosphorhaltigen Dünger ein, der das Wurzelwachstum in der jugendentwicklung steigert.

Der Mais kann jetzt mit steigenden Temperaturen und satten Niederschlägen wieder aufholen.






Rüben: Wahl zwischen Rüben schonen oder Unkraut bekämpfen

 

 

Aktuell: 19.05.2016

 

Die frühen Rüben konnten nicht termingerecht behandelt werden, da sich eine etwa 8 tägige Kälteperiode Anfang Mai ereignet hat. Minusgrade ließen eine Behandlung nicht zu, da dies zu viel Stress für die Rüben bedeutet hätte. Behandlungen, die trotzdem getätigt wurden, zeigten starke Kuturschäden. Dennoch ist das Unkraut weitergewachsen. Nach dieser Periode versuchten wir direkt die erste NAK (Nachauflaufbehandlung im Keimbaltt) zu applizieren. Weil die Rüben noch ziemlich mitgenommen waren durch den Frost, ließen wir den Wirkstoff Trisulfuron (Debut) teilweise aus, legten diesen aber schnell in der 2. NAK nach. Außerdem haben wir früh den Wirkstoff Clopyralid (Lontrel/Vivendi) eingesetzt, um vor allem Kamille zu bekämpfen. Nun ist teilweise die 3. und 4. NAK getätigt worden. Die Gräserbekämpfung (Spectrum (Bodenwirkung) und Targa Super (Blattwirkung)) ist zum größten Teil abgeschlossen. Auch wenn die Rüben teilweise geschädigt aussehen, haben wir versucht die schonenste Variante zu fahren. Festzuhalten bleibt:

- ein Glyphosateinsatz vor der Saat ist vor allem bei Zwischenfrüchten zu empfehlen, Kamillen damit vorzeitig bekämpft werden können

- bei diesen Witterungen muss man Kompromisse eingehen, darf jedoch niemals die Rübe zu sehr schädigen

- ein erhöhter Pflanzenschutzeinsatz ist in solchen Jahren nicht vermeidbar

 

 

 

 Durch den immer wieder einsetzenden Wind, mussten wir vermehrt Nachts spritzen. Eine gute Technik macht das möglich.

 

 

Weizen: EC 49: Fahnenblatt

 

Aktuell: 19.05.2016

 

Der Weizen hat sich durch die Systemwachstumspahse (EC 20 - 60 (Blüte)) bis jetzt sehr gut entwickelt. Der Krankheitsdruck war durch die niedrigen Temperaturen und den geringen Niederschlag in den letzten Wochen gering. Wir haben deshalb in der letzten Fungizidmaßnahme ein dem Pilzdruck angepassten günstigen Wirkstoff gewählt. Da auch jetzt der Weizen sauber erscheint, fahren wir zum Fahnenblattstadium mit einem Strubiluin, das eine gute Wirkungen gegen Rosten zeigt. Zudem setzten wir ein Azol ein und haben somit noch eine gute Wirkung gegen Septoria-Krankheiten. Diese beiden Mittel sind günstig und stellen eine gute protektive Wirkung dar.  Blattläuse sind teilweise vorhanden, jedoch ist die Bekämpfungsschwelle noch nicht erreicht. Das prophylaktische Behandeln mit Isektiziden führt Resistenzrisiken voran. Zur Ährenbehandlung kann bei einem vorhandenen Schadensdruck gehandelt werden.  

 

Mais: kalte Witterung sorgt nicht für optimales Wachstum

 

Aktuell: 19.05.2016 

 

Überall ist der Mais gelegt. Verglichen zur Rübenaussaat konnte der Mais in einer relativ kurzen Periode gesät werden. Zweitfurchtmais wurde dieses Jahr nicht sehr viel später in die Erde gebracht wie der Erstfruchtmais. Durch die relativ kalten Temperaturen schlägt sich der fehlende Niederschlag noch nicht so sehr auf das Wachstum des Maises nieder. Der Mais ist jedoch eine C4 Pflanzen, was heißt, dass er eine deutlich höhere Optimaltemperatur hat wie beispielsweise Weizen oder die meisten Unkräuter. Deswegen wachsen die Unkräuter und Ungräser bei kälteren Temperaturen weiter, während der Mais gehemmt wird. Deshalb sollte die Unkrautspritzung schon im jungen Entwicklungsstadium getätigt werden. Durch die Splittingmaßnahme können Unkräuter schon früh erfasst werden. Zudem wird der Mais durch die reduzierte Aufwandmenge weniger gestresst.  Desweitern kann bei der späteren Unkrautbekämpfung Spurenelementdünger zugesetzt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Rapsstängelrüssler, Kohltriebrüssler und Rapsglanzkäfer

 

Aktuell: 08.04.2016

 

Die ersten Käfer sind in den Beständen zu sehen. Nach der abgeschlossenen Wachstumsregler- und Fungizidmaßnahme in der vorletzten Woche, sollte nun eine Insektizidmaßnahme durchgeführt werden. Bei schwachen Beständen liegt die Bekämpfungsschwelle bei 3-4 Käfern pro Knospe. Der Wirkstoff Lambda-Cyhlothrin ist ein günstiger Wirkstoff und bienenungefährlich, der am Anfang eingesetzt werden kann.  

 

 

 

 

Weizenbestände gut entwickelt um am Ende der Bestockung; Hauptrieb in BBCH 31 

 

Aktuell: 08.04.2016

 

Weizenbestände sind größtenteils gut entwickelt. Die Herbizidmaßnahmen sind abgeschlossen und jetzt liegt der Fokus auf die Einkürzung. Es Zeit für die erste Wachstumreglermaßnahme: Mittel der Wahl ist immer noch CCC. Der kostengünstige Gibberellinhemmer (Gibberellin ist ein Wachstumshormon, das in den Wachstumszonen der Pflanze vorkommt) sollte in zu lagerneigenden Sorten (wie Elixer, Tobak, Winnetou...) mit hoher Aufwandmenge gefahren werden. Die derzeitige kühle Witterung mit bedeckten Himmel und die gut entwickelten Weizenbestände, bekräftigen die Aufwandmenge mit 1,2-1,4 l/ha. Auf sehr leichten Böden sollte eine geringer Aufwandmenge gefahren werden.   

 

 

CCC nicht nur am günstigsten sondern auch kombinierbar!

Die zweite Düngergabe können wir mit der ersten Wachstumsreglermaßnahme verbinden. Das spart Ihnen eine Überfahrt. Zudem muss die N-Versorgung in der bevorstehenden ertragsbildenen Schossphase ausreichend sein. Es sollte eine Rückbildung der Ährchenanlagen unbedingt verhindert werden. In der Mischung mit AHL können wir ca. 60 kg N/ha applizieren.   

 

Haupttrieb in BBCH 31 

 

 

Schon erste Roste und Mehltau in Weizen!

ja, teilweise sind Rost und Mehltau in Weizen oder Dinkelbeständen zu finden. Jedoch ist die Krankheitsschwelle meistens nicht erreicht. Kontrollieren sie die Bestände und wägen sie ab, ob nicht zu dem zweiten Wachstumsreglertermin eine Fungizidmaßnahme durchgeführt werden sollte.  

 

 

   

 

flache Saatbettbereitung für eine gute Jugendentwicklung der Rübe  

 

Aktuell: 08.04.2016  

 

 

 

 

 

 Rüben stellen ein hohen Anspruch an das Saatbett. Gerade im letzten Jahr hat sich herausgestellt, dass hohe Niederschläge mit nachfolgend trockenem Wetter den Boden schlicht und einfach versiegelt, sodass ein Durchbrechen der Rübenpflanze nicht mehr möglich ist. Ein Saatbett herzustellen, dass "fein" genug ist, um der Rübe eine gute Jugendentwicklung zu bescheren,und dass auch noch größere Aggregate hat, die Verschlemmungen verhindern, ist eindeutig eine Kunst.  

 

Mit dem Kompaktor System von Lemken werden viele Ansprüche für ein gutes Rübensaatbett erreicht:  

- Feinerde im unteren Bereich

- grobe Erde im oberen Bereich  

- flache (5-10 cm) Berabeitung mit Herstellung eines Saathorzionts (Gänsefußschare)

- gute Rückverfestigung (durch 3 Walzen)

 

 

Das Wetter: Durchwachsen wie die derzeitigen Agrarpreise!

Immer wieder sind Regenschauern gemeldet. Temperaturen über 15 °C werden wir auch in der nächsten Woche nicht kontinuierlich erreichen. Die Böden sind zwar nicht durchnässt aber in den unteren Tiefen immer noch Wassergesättigt. Man kann nur sagen: Sparten mitnehmen und schauen ob eine Befahrbarkeit möglich ist oder nicht! 

 

 

Frühjahrsdünung - preislich interessant! pflanzenbaulich auch?

 

Aktuell: 19.02.2016

 

 

 

Ein leichte Frostperiode in den letzten Wochen konnte genutzt werden, um bodenschondend Gülle und andere Wirtschaftsdünger auszubringen. In den Wochen zuvor waren die Temperaturen schon deutlich erhöht und die Vegetation hat rein subjektiv wieder begonnen. Früh gesäte Bestände sind gut entwickelt. Das gilt sowohl für Raps wie auch für Getreide. Ausnahme sind gänsebefallene Flächen. Wie ist also die Strategie für die richtige Stickstoffgabe?

 

Viele Landwirte werden die Getreidestücke schon mit Gülle gedüngt haben. Dies ist auch eine gute und pflanzenbaulich sinnvolle Methode Wirtschaftsdünger in Ackerfürchten zu nutzen. Wenn die Bestände gut entwickelt sind und im Herbst schon Bestockungstriebe angesetzt wurden, die sich jetzt weiter entwickeln können, sollte nach einer Güllegabe nicht mehr mit mineralischen Sticksoff nachgeholfen werden. Zu üppige Bestände kann man durchaus bis zum Knotenschieben (BBCH 31) etwas hungern lassen, sodass nur die ersten drei Triebe ,gestärkt von der Rückbildung der restlichen, ausgebildet werden. Nichtsdestotrotz hatten wir nach einem kälteren Oktober einen warmen November und Dezember, der zu hoher Mineralisation in den Böden geführt hat. Das darf nicht unterschätzt werden. Ab der Schossphase muss auch das gut aus dem Winter gegangene Getreide mit  Stickstoff versorgt werden. Wenn ein Güllegabe auf abgefressenen spät gesäten Getreideflächen durchgeführt wurde, sollte man über eine mineralische Stickstoffdüngung nachdenken, damit die Bestockung gefördert wird. Denn diese endet Mitte März, wenn der Kurztag in den Langtag übergehet. Zudem können diese Maßnahmen mit einem Herbizideinsatz kostengünstig verbunden werden. 

 

In Rapsbeständen sollte bei einem durch Gänse vegetativ zurückgedrängten Bestand wie auf dem Bild zu sehen, auf jeden Fall eine Stickstoff Düngung appliziert werden. Hier braucht man auch keine Raps-Waage, die einem durch Messen des Gewichtes der Blätter verrät, wie viel kg N gedüngt werden. Hier sollte eine Kombination von Schwefel und Stickstoff gefahren werden (Faustzahl: 1/3 der Stickstoffmenge).

 

 

Fazit: Preislich sind mineralische Dünger sehr interessant. Wenn organisch die Bestände angedüngt wurden, können wir die mineralischen Stickstoffgaben entweder mit Schleppschläuchen solo zu einem bedarfsgerechten  Zeitpunkt oder mit einer Herbizid- oder Wachstumsreglermaßnahme verbinden. So wird der Dünger zu einem optimalen Zeitpunkt, kulturschonend (ohne Ätzschäden) und kostengünstig auf ihren Feldern bereit gestellt.

 

Neue Düngeverordnung - was kommt auf uns zu? DSV-Ackerbautagung

 

Aktuell: 04.01.2016 

 

 

Auf dem alljährigen Thühler Forum (DSV)  konnten wir uns über aktuelle Eckdaten der Novellierung der  Düngeverordnung und über N-Effizienzsteigerung informieren.

 

Wenn die neue Düngeverordnung in Kraft tritt, wird der N-min Grenzwert von 60 kg/ha auf 50 kg/ha im dreijährigen Mittel herab gesetzt. Des Weiteren wird die Sperrfristen weiter ausgedehnt. Zukünftig soll ab dem 01. Oktober Schluss sein mit der Gülleausbringung (auf Grünland ab 01.11). Beginnen darf man erst wieder ab dem 31.01. Außerdem soll die Grenze der N- Ausbringung nach der Hauptfrucht (nach Weizen, Gerste) auf 30 kg/ha Ammonium N bzw. 60 kg/ha Gesamt N (früher 40/80 kg/ha) begrenzt werden. Jedoch darf nur noch für Folgefrüchte wie Winterraps, Zwischenfrüchte und Feldfutterfrüchte organisch gedüngt werden. Zudem gilt zukünftig auch eine Sperrfrist für Festmist, festen Gärresten sowie Komposten von 15.11. bis zum 31.01.  Für Viehbetriebe interessant, wird zukünftig nicht mehr mit dem Gesamtumsatz des Viehs gerechnet (Stallplatz * Grundfutterumsatz) sondern mit der Hof-Torbilanz gerechnet. Dies ist der jetztige Stand und kann von Bundesland zu Bundesland abweichen.

 

Wenn zukünftig die organische Düngung zurückgefahren wird, sollte die N-Düngung möglichst effizient gestaltet werden. Nach Raps sollte die Bodenbearbeitung so gering wie möglich gestaltet werden, damit der hohe N-min Gehalt nicht über dem Winter auswäscht. Des Weiteren sollte im Weizenanbau Die N-Menge in Gaben gegeben werden. Bei überwachsenden Beständen sollte nach BBCH 31 die N-Dünung reduziert werden, damit sich überschüssige Nebentriebe zurückbilden und die Pflanze aus diesen Nährstoffe ziehen kann. Zu Mais ist es sinnvoll mit N-Inhibitoren (z.B. Piadin) zu arbeiten, da die Maispflanze erst ab dem 3.-4. Blatt ordentlich Stickstoff braucht.

 

Mehr Informationen bekommen Sie auf:

https://www.dsv-saaten.de/service/downloads/vortraege-ackerbautagung/

 

 

 

 

Herbstanwendung - wichtigste Voraussetzung für gute Unkrautbekämpfung 

 

Aktuell: 26.10.2015

 

Der Niederrhein ist bekannt für seinen milden Herbst. So wird die Aussaat bewusste nach hinten gezogen, um Überwuchs der Kulturen zu vermeiden. Dennoch wurde Anfang Oktober schon mit der Aussaat von Winterweizen begonnen, da die Wetterbedingungen gut standen. Wichtig ist, dass Unkräuter und Ungräser frühzeitig ausgeschaltet werden. Um Resistenzen vorzubeugen ist eine Herbstbehandlung zu empfehlen, da mit einem breiten Wirkungsspektrum gearbeitet werden kann. Gegen Windhalm, der im Herbst meist sicher aufläuft, lassen sich noch Produkte der HARAC Gruppe A einsetzen. Diese weisen jedoch gegen Ackerfuchsschwanz schon Minderwirkungen auf. Deswegen sollten andere Produkte gewählt und möglichst in Kombination gefahren werden. Wir setzten in Gerste wie auch in Weizen auf Flufenacet- und Isoproturonhaltige Produkte (z.B. Herold, IPU), die der HARAC Gruppe K,F und C angehören und damit nicht eine hohe Resistenzgefährdung haben. Diese Mittel sind kostengünstig und Leistungsstark. In Gerste sollte bei dieser Behandlung Mangan und bei Läusedruck, der in den kommenden warmen Tagen voraussichtlich vorhanden sein wird, ein Insektizid gefahren werden.

 

Video zur Herbstbehandlung:

 

https://www.youtube.com/watch?v=-NIKnJTeu7s

 

 

 

 

  

 

Rüben vermehrt auf Cercospora achten

 

Aktuell: 29.07.2015

 

 

Die erste Fungizidmaßnahme ist bereits mit einem Strubilurin  getätigt worden. Jetzt sollte vermehrt auf Cercospora geachtet werden. Optimale Bedingungen für die Verbreitung des Pilzes sind hohe Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur über 20 °C. Diese Bedingungen werden durch das aktuelle Wetter erfüllt. Bei Cercospora beträgt die Bekämpfungsschwelle bis Ende Juli 5 % (5 Blätter von 100 zufällig aus dem Bestand entnommenen Blätter sind befallen). Bis zum 15 August steigt diese auf 15 %, ab dem 15. August schließlich auf 45 %. Man erkennt manchmal schon Mitte Juli Blattflecken. Diese müssen jedoch keine pilzlicher Herkunft sein, sondern können vielmehr Symptome vom Bakterium Pseudomonas syringae sein. Der Befall mit dem Bakterium tritt vermehrt nach heftigen Niederschlägen oder Hagel ein, da hierdurch Verletzungen auftauchen. Diese Blattflecken lassen sich nicht bekämpfen, es ist jedoch auch nicht nötig diese zu bekämpfen, da der Schaden durch Pseudomoas nicht relevant ist.

 

 

 

Läuse jetzt bekämpfen!

 

Aktuell: 13.06.2015

 

Letzte Woche Freitag und in dieser Woche am Samstag haben wir insgesamt 10 -15 mm Regen bekommen. Die Mengen differenzieren von Region zu Region, da es sich meistens um punktuelle Hitzegewitter gehandelt hat. Dennoch, die Kulturen sehen auf vielen Feldern noch akzeptabel aus.

Die Rüben sehen sehr sauber aus. Die drei NAK`s haben gut gewirkt. Probleme machen jetzt Läuse. Vor allem die Schwarze Blattlaus befällt die Rüben teils massenhaft. Wahrscheinlich kann die Beize, die durch die Trockenheit eventuell nicht richtig nach oben transportiert wurde, nicht genügend Schutz bieten. So muss mit einem Insektizid behandelt werden. Unter 20 °C kann der Wirkstoff Cyhalothrin (Karate Zeon) eingesetzt werden. Wenn es heißer wird ist Pirimor ein bewährtes Mittel.

Wir fahren in den frühen Morgenstunden eine Kombination aus Bor und weiteren Spurenelementen und dem Insektizid. Für die Borapplikation ist es teils noch zu früh kann jedoch in einer Teilmenge mitgenommen werden. So kann man beispielsweise beim späteren Fugizideinsatz nocheinmal Bor fahren.

 

 

 

 

 

Mais Spritzung mit Hindernissen

 

Aktuell: 29.05.2015

 

Der Mais ist überall gut in den Boden gekommen. Der Zweitfruchtmais darf sich über Wassermangel beklagen. In diesem Monat fehlt der bedeutende Niederschlag. Günstig ist dafür, dass seit etwa 14 Tagen ein spürbar niedrige  Temperatur vorhanden ist. So ist die Evaporation (Verdunstung an der Erdoberfläche) gemindert. Die kalten Temperaturen lassen den Mais langsam wachsen. Trotzdem: Eine Unkrautbekämpfung muss getätigt werden. Problematisch ist zudem der Wind, der die Zeitfenster für eine Applikation deutlich beengt. So mussten wir vor allem nachts spritzen. Planerisch muss dann auch die Siedlungsnähe bestimmter Stücke sowie die Nachbarkulturen der betroffenen Stücke berücksichtigt werden. Wir glauben, dass wir durch eine gute Technisierung und Schlagkraft sowie einem geschulten Personal die Herausforderungen meistern können.

 

Im Mais favorisieren wir die Splitting Variante. So wird die Aufwandmenge des Herbizids aufgeteilt. Stressverhalten wird so beim Mais vermieden, was grade bei den kalten Temperaturen wichtig sein wird.

 

 

 

 

  

 

 

Nicht zu knapp düngen!

 

Aktuell: 20.05.2015

 

Die Getreidebestände haben in den letzten Wochen ein beachtliches Wachstum hingelegt. Wir befinden uns bei Frühsaaten schon im Stadium des Fahnenblattes (BBCH 37). Die Getreidebestände kamen gut aus dem Winter und man musste nur bei Spätsaaten eine hohe N-Startgabe fahren, um die Bestockung zu fördern. Die Gülle die noch im Zeitraum der Bestockung gefahren wurde konnte augenscheinlich gut wirken, da die Temperaturen noch nicht so hoch und Niederschläge vorhanden waren (Zeitraum um Ostern). Jedoch Wirtschaftsdünger, der im BBCH 31 und aufwärts ausgebracht wurde, konnte wegen höherer Temperaturen und wenig  Niederschlägen keine ordentliche Wirkung erzielen. Vor allem bei Rindergülle mit einem hohen TS Gehalt wurde die Stickstoffwirkung überschätzt. Es ist wichtig, dass grade im jetzigen Stadium die Pflanze ausreichend mit Sticksoff versorgt wird. Beachten Sie weniger, was rechnerisch der Pflanze zur Verfügung stehen sollte, sondern mehr wie der Bestand aussieht. Die Düngung im BBCH 39 hat die primäre Aufgabe eine ausreichende Kornfüllung in der Ähre zu erreichen. Auch bei Cultan-Dünugung kann ein Defizit zum Ende der Vegetation auftauchen, dass zu verminderter Kornfüllung führt. Dem sollte entgegengesteuert werden. 

 

Bestände, die jetzt schon Aufhellungen aufweisen und Düngefenster im Vorgewendebereich bei Überlappung sich darstellen, sollte unmittelbar gedüngt werden. Bei dunkelgrünen Beständen kann abgewartet werden und zum späteren Zeitpunkt (BBCH 51) eine Ährendünung zur Erhöhung der Qualität getätigt werden. Zu beiden Zeitpunkten ist eine nitrathaltige Düngung einer harnstoffhaltigen Düngung vorzuziehen, da durch Trockenheit Harnstoff zum einen ausgasen und zum anderen vermindert umgesetzt werden kann.

 

Mit unseren Schleppschläuchen können wir die AHL-Lösung kulturschonend ausbringen. Zudem ist dieser Dünger preislich sehr interessant.

 

    

 

 

 

Ertrag absichern durch Blütenspritzung

 

Aktuell: 07.05.2015 

 

Die ersten Rapsbestände kommen in die Blüte. Eine bekannte Krankheit in diesem Stadium ist die Weißstängeligkeit. Der Pilz Sclerotinia sclerotiorum ist ein bodenbürtiger Pilz, der Dauerfruchtkörper ausbildet. Aus diesen wachsen bei Bedingungen über 10 °C und guter Bodenfeuchte Apothecien (am Boden liegend und bis zu 1,5 cm groß). Die Apothecien schleudern bei Temperaturen über   20 °C und ausreichender Feuchte Sporen zur Pflanze. Besonders gut ausbreiten kann sich der Pilz in den Blattachseln der Pflanze. In diesen Blattachseln häufen sich abgefallene Blüten der Rapspflanze. Die Blüten enthalten viel Stickstoff und im Zusammenspiel mit feuchtwarmen Klima bilden sie ein optimales Nährmedium für die Sporen des Pilzes.

Um dies zu verhindern sollte ein Fungizid eingesetzt werden. Der optimale Applikationszeitpunkt ist, wenn 50-60 % der oberen 4 Blütenstände geöffnet sind. In der Vergangenheit wurde diese Spritzung als Ertragsabsicherung immer durchgeführt und man sollte auch jetzt nicht drauf verzichten.

Zudem wird durch das Fungizid die Schotenfestigkeit gestärkt. Dies ist wichtig, damit die Schoten bei schlechten Witterungsverhältnissen oder unterschiedlich starkes Abreifen nicht zu früh aufplatzen.

 

Sehen Sie ein Video mit unseren neuen Challenger Rogator 655 Spritze:

https://www.youtube.com/watch?v=lFb1gsaGpYU&feature=youtu.be

 

 

nach 80 mm Regen, die Ruhe bewahren

 

Aktuell: 23.04.2015

 

Teilweise fielen in unseren Regionen bis zu 80 mm Niederschlag Ende März bis April. Wir haben Ende März vor diesem großem Regen die ersten Rüben gesät. Der Boden war nicht zu nass und konnte beackert werden. Jedoch konnte er nach dem Ackern nicht mehr vollständig auftrocknen. Der Boden wurde nicht feinkluttig bearbeitet, da viel Regen in Sicht war. Nach den 80 mm Niederschlag kam es zur Krustenbildung in der zweiten Aprilwoche. Ein Feldaufgang von 30-40 Pflanzen bonitierten wir zum jetzigen Zeitpunkt. Wir hoffen, dass durch den angesagten Regen am Wochenende der Boden garer wird und es noch mehr Keimlinge schaffen.

 

Die Entscheidung wäre also richtig gewesen alle Rüben im Zeitraum der letzten zwei Wochen gesät zu haben. Wie gingen wir hier vor? Teilweise haben wir die Gülle schon vor dem Regen ausgebracht (siehe Bericht: Düngung mit Gülle oder mineralisch). Nach dem Regen war es wichtig zu warten bis der Boden wirklich befahrbar war. Außerdem wird eine maximale Verdunstung erst dann erreicht, wenn die Kappilarwirkung nicht mechanisch unterbrochen wird. Sobald der Boden genug getrocknet war, wurden folgende Bearbeitungsschritte getätigt:

 

1. Lockerung der Fahrspuren des Güllefasses: Trotz zerstören der Kappilarwirkung (die jetzt wichtig ist, da die Pille bei trockenem Wetter Feuchtigkeit von unten "ziehen" sollte) war die Lockerung für die Pillenkeimung nicht von Nachteil. Genügend Feuchtigkeit war in dem Unterboden vorhanden, nicht zuletzt durch die gute Rückverfestigung des Kompaktors. (Das folgende Video ist eine Aufnahme unserer Kombination aus dem Herbst, die aber zu jetzigen Zeitpunkt in den Fahrspuren genau so durchgeführt wurde)

 

 

 

 

Mit der Scheibenegge wurde ganzflächig gearbeitet.

 

 

Der Kompaktor stellte dann das Saatbett her. Je nach Bodenzustand wurde der Boden mehrmals bearbeitet.

 

 

 

 

 Kosten-, Depot- und Harnstoffvorteil von AHL

 

Aktuell: 21.04.2015

 

Kontinuierlich gutes Wetter in den letzten Wochen hat auch dem Grünland ordentliches Wachstum beschert. Die Photosynthese konnte bei Temperaturen bis 24 °C und hoher Lichteinstrahlung viel Zellwachstum betreiben. In dieser Woche  werden die ersten Ackergrasflächen geschnitten. Viele Flächen werden dann mit Gülle organisch gedüngt. Bei heißen Temperaturen und weiterer Nutzung führt die Gülledüngung zu hohen Ammoniak-Verlusten oder gar Ätzschäden im Bestand. Wenn jedoch bei bedecktem Himmel und weniger großen Temperaturen gefahren wird, ist eine Gülledüngung ökonomisch sinnvoll. 

 

 

Gülle wird jedoch zur Zeiten der Maisaussaat knapp. So muss man mineralisch das Grünland düngen. Es bieten sich viele Möglichkeiten dieses zu tun. KAS (27 % N) besteht aus 50 % Nitrat-N und 50 % Ammonium-N. Durch den hohen Nitratgehalt wirkt der Dünger sehr schnell, läuft aber auch Gefahr dass er nicht komplett aufgenommen werden kann. Zudem ist KAS deutlich teurer als andere Dünger. AHL hat 30 % Stickstoff und ist aufgebaut aus 25 % Nitrat-N, 25 % Ammonium-N und 50 % Harnstoff. Hier ist der Nitratanteil geringer. Der Dünger wirkt langsamer und gleichmäßiger, da der Harnstoffanteil sich erst zu Ammonium und dann zu Nitrat umwandeln muss. Der Vorteil der AHL Düngung ist, dass die Düngung Depotartig abgelegt wird durch unsere Schleppschläuche. Das verhindert Ätzschäden und Ammoniakverlust. Der zusätzliche Kostenvorteil gegenüber KAS zeigt, dass die AHL-Dünung im Grünland durchaus ihre Berechtigung hat.

 

 

Wir bringen den Dünger durch 36m Arbeitsbreite und 710ner Breitreifen mit wenig Profil kulturschonend aus. Zudem wird der Dünger durch die automatische Teilbreitenschaltung sehr exakt ausgebracht.

 

Falls Sie weitere Fragen haben, informieren Sie sich bei uns persönlich!

 

 

CCC Termin: weit entwickelte Bestände zum ersten mal gespritzt

 

Aktuell: 10.04.2015

 

Die ersten Winterweizenflächen konnten in der vergangenen Woche mit Wachstumsregler behandelt werden. Dieser Weizen war im BBCH 29-30. Um die Stängelfestigkeit zu sichern ist dies der richtige Zeitpunkt für eine Wachstumsreglermaßnahme. CCC beinhaltet den Wirkstoff Chlormequat. Dieser wird vor allem bei Lichteinstrahlung in die Pflanze eingebracht, sodass die Maßnahme tagsüber geschehen sollte.

 

 

Maßnahme mit Düngung kombinieren. Die erste Wachstumsreglermaßnahme kann mit der Schossdüngung kombiniert werden. So spart man sich die Kosten einer separaten Überfahrt. Des weiteren ist der Flüssigdünger günstiger als fester Dünger wie beispielsweise KAS. Wenn Cultan-gedüngt wurde sollte man keinen zusätzlichen Dünger ausbringen. Hier wird wahrscheinlich eine Ährendüngung von Vorteil sein, da das N-Depot oft nicht bis zum Ende der Wachstumsperiode ausreicht.

 

Falls noch keine Unkrautbekämpfung getätigt wurde, bietet sich Broadway in Kombination mit CCC zu diesem Zeitpunkt an. Broadway ist ein breitwirkendes Herbizid mit guter Wirkung gegen Ackerfuchsschwanz.

 

 

Düngung mit Gülle oder mineralisch  

 

Aktuell: 21.03.2014 

 

Unter guten Wetterbedingungen konnten wir in der letzen Woche mit der Frühjahresbestellung für Zuckerrüben beginnen. Die ersten Rüben sind auf den leichten Flächen gesät. Eine gängige Methode ist eine Startdüngung vor der Saat mit stickstoffhaltigen Düngern. Mit dem Porgramm LIZ-Npro kann man den N-Bedarf seiner Flächen am Computer zu Hause berechnen. In der Vergangenheit hat man diese Düngung oft mit AHL oder 15-6er Lösung getätigt. Vorteil der mineralischen Dünung ist, dass man wenig Kulturschäden in die Fläche fährt. Zudem erreicht man eine hohe Schlagkraft. Eine weitere Alternative ist die organische Düngung mit Gülle oder Gärsubstrat. Wenn der Boden befahrbar ist, ohne dass  Bodenverdichtugen hervorgerufen werden, kann dieses Verfahren interessant sein. Jedoch muss man bedenken, dass die Gülle direkt eingearbeitet werden muss und bei einer erhöhten Ausbringmenge die Einarbeitung erschwert wird. Zudem müssen Phosphor- und Kaligehalte den Düngebedarf der Flächen entsprechen.

 

 

    

 

 

 

Spätweizen: Düngung und Unkrautbekämpfung in einem Zug

 

Aktuell: 10.03.2015

 

Der spätgesäte Weizen hat sicherlich noch keine Unkrautbekämpfung hinter sich. Die Startdünung kann mit AHL oder mit einer Lösung aus Stickstoff und Schwefel in Höhe von 50-70 N gemacht werden. Bei sehr spät gesätem Weizen sollte eine Solostartdüngung mit einer hohen Menge Stickstoff durchgeführt werden.  In Kombination mit dem Flüssigdünger lässt sich kostengünstig mit IPU alle noch auftauchenden Unkräuter bekämpfen. IPU hat eine Boden und Blattwirkung. Falls Ackerfuchschwanz auf IPU nicht mehr reagiert und noch weitere Unkräuter wie (Ehrenpreis, Klette, Stiefmütterchen, Vogelmiere) vorhanden sind lässt sich Broadway kostengünstig einsetzen, jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt, da es vorzugsweise Blattaktiv ist.

 

 

 

Ölrettichproblematik im Rübenanbau

 

Aktuell: 10.03.2015

 

In diesem Jahr war wie im letzten Jahr nicht viel von einem Winter zu spüren. Die wenigen Frosttage haben nicht gereicht, um den Ölrettich vollständig abfrieren zu lassen. Ölrettich ist von der Lockerungswirkung eine sehr geeignete Zwischenfrucht vor Rüben. Zudem können durch nematodenresistente Ölrettichsorten Nematoden bekämpft werden. Problematisch ist jedoch, dass dieser schlecht abfriert. Wir konnten beobachten, dass größerer Ölrettich mehr unter dem Frost gelitten hat als kleiner Ölrettich. Das bedeutet eine frühe Aussaat ist nicht unbedingt negativ für das sichere Abfrieren des Ölrettichs. Wir versuchen in den kommenden Tagen den Ölrettich mit Glyphosat und einem Netzmittel zu behandeln, sobald dieser ein paar neue grüne Blätter gebildet hat. Eine weitere Bekämpfungsmöglichkeit ist das Pflügen auf leichten bis mittelschweren Böden. Vorteile hiervon: Die Saatbettbereitung gestaltet sich kostengünstig und unkompliziert.

 

Ein Senf ist unproblematisch und friert sicher ab, ist jedoch nicht greeningkonform und hat keine hohe Wurzelleistung

 

Man sollte in Anbetracht der Probleme, die mit dem Ölrettich im Rübenanbau verbunden sind, erwäge auch andere Zwischenfrüchte anzubauen. Im Zuge des Greenings sind interessante Zwischenfruchtmischungen auf dem Markt gebracht worden, die eine ordentliche Arbeit leisten und sicher abfrieren. Wenn der Boden in einem guten Zustand ist, ist ein Ölrettich als "Bodensanierer" nicht unbedingt erforderlich.

 

Weihnachtsessen etwas verspätet

 

Aktuell: 08.03.2015

 

Eigentlich wird in vielen Branchen der Zeitraum um  Weihnachten für eine Jahresabschlussfeier genutzt. Da die Arbeit jedoch auch Weihnachten nicht abklingt, machen wir eine Feier mit "Allemann" dann, wenn es passt. Kurz vor beginn der Frühjahresarbeiten wurde beim Kegeln gelacht, gequatscht und getrunken. "Ein tolles Team haben wir", wie Chef Martin Wilmsen anmerkt. In den letzten Jahren haben wir immer mehr qualifizierte Mitarbeiter eingestellt, die das Unternehmen kräftig nach vorne gebracht haben. Das Unternehmen wird immer strukturierter. Grade im Pflanzenschutzbereich wollen wir uns weiter entwickeln, um dem Kunden fortführend eine ordentliche Arbeit zu liefern.

 

 

 Das Team vor unserem neuen Selbstfahrer.

 

 

 

Mehr Leistung, die für Sie bereit steht

 

Aktuell: 05.03.2015

 

Der neue Selbstfahrer Rogator 655 mit 36m Arbeitsbreite und variabler Spurverstellung (1,80 - 2,25 m) sowie variabler Höhenverstellung (0,70 - 1,2 m) ist unser neuer Spezialist. Es lassen sich beispielsweise sehr hohe Maisbestände ohne Kulturverluste behandeln. In Sonderkulturen wie Spargel kann er ebenfalls gut eingesetzt werden. Eine schmalere Spur lässt sich durch Achsverschiebung problemlos anpassen.

 

 

 

Desweitern ist der Selbstfahrer mit automatischer Gestängeführung und natürlich automatischer Teilbreitenschaltung ausgerüstet. Eine AB-Schaltung für automatisches Wechseln der Düsen während der Fahrt bedingt durch veränderte Witterungsverhältnisse ist ebenfalls integriert. Wir hoffen Sie mit diesem Produkt ebenfalls zufrieden zu stellen.

 

 

Optimaler Zeitpunkt für Startdüngung

 

Aktuell: 27.02.2015

 

Wiedermal zeigte sich der Winter mild. Frost bekamen wir erst Ende bis Mitte Januar. Es konnte vor allem nachts organische Dünger auf Getreide und Grünland bodenschonend ausgebracht werden. Am Tag ging der Frost zurück und die Gülle konnte gut einziehen.

 

 

 Neben der organischen Düngung bietet sich die mineralische Düngung an. Wir arbeiten in der Stardüngung mit einer Mischung aus Stickstoff- und Schwefeldüngern. Je nach dem wie viel Schwefel ausgebracht werden soll, kann eine Lösung aus 8 % Stickstoff und 9 % Schwefel oder einer 15-6er Lösung ausgebracht werden. In vergangen Versuchen zeigte eine Schwefeldüngung auch im Getreide positive Effekte auf den Ertrag. Grade auf schlechteren Standorten sind höhere Erträge zu erreichen. Empfehlenswert ist eine Startgabe von ca. 50-70 kg N im Getreide. Das bedeutet bei einer Ausbringung mit 15-6er Lösung eine Schwefelgabe von ca. 20-30 kg Schwefel. 

 

 

 

Bei spät gesäten Getreidebestände sollte eine ordentliche Startgabe mit nitrathaltigen mineralischen Düngern gefahren werden, damit die Pflanze noch möglichst viele Seitentriebe bildet. Hier bietet sich AHL an.

 

 

Die Startdüngung beim Winterraps sollte 80-100 kg N beinhalten. Das jedoch sollte je nach Massenwachstum des Raps im Frühjahr entschieden werden. Je mehr Masse (kg Blattmasse/ Quadratmeter) im Frühjahr gemessen wird, umso geringer sollte die Stickstoffdüngung gehalten werden. Die Schwefeldüngung beim Raps ist als standartmäßige Maßnahme anzusehen. Zwischen 20 und 40 kg Schwefel sollten je nach S-min gegeben werden. Diese Gabe bietet sich wiederum mit unseren Stickstoff-Schwefel-Düngern an. 

 

Wenn zu wenig Gülle vorhanden ist, bietet sich die mineralische Düngung im Grünland an. Wenn bodenschonend mineralischer Dünger ausbracht werden soll und zudem noch nasse Verhältnisse vorhanden sind, ist unser Selbstfahrer mit 710er Bereifung und breitem Gestänge die beste Lösung.

 

 

 

 

Vielfältige Substrate - Probieren und Studieren

 

Aktuell: 05.12.2014

 

In dem Jahr 2014 wurden wieder außerordentliche Erträge bei der Zuckerrübenproduktion erreicht. Über 100 t/ha waren in unseren Regionen keine Seltenheit bei späteren Terminen. Was tun mit den Überrüben? Wir haben schon in den Jahren zuvor mit der Fütterung von Frischrüben gute Erfahrungen gemacht. Die Bakterien können den Zucker sehr schnell abbauen. Die produzierte Menge an Methan pro t Frischmasse liegt etwa 20 % niedriger als bei Mais. Die Fütterung mit Rüben trägt zum diversifizierten Energiemix bei, der sowohl den Mikroorganismen in der Anlage, wie auch den Anbauflächen gut tut. Durch die Rübe kann die Maisproduktion zurückgefahren werden. Zudem können Bauern an der Rübe in der Fruchtfolge festhalten, wenn es in Zukunft weitere Abnehmer gibt außerhalb der Zuckerproduktion.  

 

 

 

 

Jetzt lagern wir Rüben zum ersten mal ein. Dazu bedienen wir uns eines Boxenfüllers mit 15 m Länge. Davor ist eine Rübenreinigungsmaschine gelagert, die noch einen Teil der Erde separiert. Am Band können Steine aussortiert werden. Mit dem Band können wir sehr hoch lagern, sodass weniger Silageverluste vorhanden sind. Bei der Mieten-Lagerung ist die Rübe nicht so einfach zu handhaben wie Silomais. Man kann sie nicht verdichten, sodass Lufteinschlüsse vorhanden sind. Zudem tritt eine Menge energetischer Sickersaft nach kurzer Zeit auf, der aufgefangen werden muss. Die Zugabe des Sickersaftes in die Anlage ist unteranderem durch Schaumbildung auch nicht unproblematisch. Dennoch will die Bioenergie Altkalkar der Rübe Chance geben.

 

 

 

 

 

 

Wunderschönes Novemberwetter

 

Aktuell: 23.11.2014

 

 

 

 

 

 

Am vergangenen Wochenende haben wir die Rübenernte fortgesetzt. Die Bedingung mit bis zu plus 19°C Außentemperatur waren optimal. Um den Aussaatzeitpunkt nicht zu verzögern (durch eine Schlechtwetterkapriole), wird Just-In-Time der Weizen ausgesät. Sobald der Roder die Vorgewende frei gerodet hat und im Stück beginnt, fangen wir mit unserer Kombination aus Grubber, Kreiselegge und Sämaschine an den Weizen zu sähen.  200 kg/ha sollten bei einem solchen späten Termin angesetzt werden. wir Arbeiten je nach Bodenzustand zwischen 28 cm und 35 cm tief. Die Kreiselegge vermischt das Laub gut. Die Doppelscheibenschare setzten das Saatgut auch bei nassen Bedingungen optimal ab. Vorteil hierbei ist das RTK- System. Wenn der Roder ein neues Beet anfängt, können wir parallel zu dem gesäten in dem neuen Beet anfangen zu säen.

 

 

 

Da es am Wochenende so gut abgetrocknet hat, konnten wir noch die Saat ringeln. Durch das Andrücken der Saat bekommen wir einen bessern Bodenschluss hin. Zudem zerkleinern wir noch vorhandene Klutten. Diese Maßnahme kostet sehr wenig und ist effizient.

 

 

 

Verbesserungspotential ist vorhanden

 

Aktuell: 20.11.2014

 

Bei einer Bestandskontrolle der Zwischenfrucht- und Rapsflächen am vergangenen Wochenende wurde uns klar, dass der Boden sensibel auf Bearbeitung und Drücke reagiert. Unsere Beobachtung waren grade bei tonigen und lehmigen Böden, dass der Pflanzenbewuchs an den Rändern der Flächen deutlich etablierter war als es 2 m weiter in der Fläche war. Auch an Hecken, die eventuell Wasser entziehen und weniger Sonne zum Pflanzenbestand lassen, stehen die Kulturen besser dar. Wir folgern daraus, dass Randbereiche heute durch die hohen Arbeitsbreiten, kaum noch mit Maschinen befahren werden. Also entsteht in den Fahrbereichen Bodenverdichtungen durch

 

  • zu hohen Reifendruck

  •  zu schwere Fahrzeuge

  • Bearbeitung bei zu nassen Verhältnissen

 

Den ersten und letzte Punkt kann man praktisch verbessern. In diesem Sommer haben wir auch den Fehler gemacht und Ende August Anfang September, als der Dauerregen grade vorbei war, angefangen mit der Bodenbearbeitung für die Rapsaussaat. Der Wetterbericht hatte wieder Regen gemeldet: "Jetzt oder nie". Der Boden war vollgesogen mit Wasser und die Bearbeitung schwer. Abgetrocknet Klutten stellten die Saatbettbereitung vor Schwierigkeiten.  Man sollte einfach die Nerven bewahren und erst dann auf den Acker, wenn es trocken und somit sinnvoll ist. Nach dieser Einsicht haben wir  einen vom Bodentyp identischen Schlag 10 Tage später bearbeitet.  Dieser sah vom Bewuchs deutlich besser aus. Ein weiterer Vorteil war, dass man noch Glyphosat spritzen konnte. Jedoch hatten auch hier die Randbereiche den besseren Aufwuchs (siehe Bild Raps)

 

Eine Zwischenfrucht im nassen gesät hat im nachhinein auch keine verbesserte Bodenwirkung. Nun ist es nicht immer einfach das Wetter vorherzusagen. Trotzdem sollte genau zwischen Nutzen einer Zwischenfrucht und suboptimaler Bearbeitung ausgewogen werden, ob die Maßnahmen den Boden schädigt oder bereichert.

Zusätzlich sorgt ein Ablassen der Luft in Kombination mit hohen und breiten Rädern dafür, dass die Aufstandsfläche des Reifens deutlich erhöht und damit den Bodendruck deutlich gesenkt wird.

 

Randbereich mit deutlich besseren Bestand

 

 

Zwischenfrucht bei nicht optimalen Bedingungen gesät, da später Termin. Durch den Spatenstich lässt sich einerseits ein deutlich aktives Bodenleben erkennen, andererseits an manchen Stellen Verdichtungen spüren.

 

 

 

Herbstbehandlung

 

Aktuell: 06.11.2014

 

Am letzten Wochenende wurde wieder die 20 °C Marke geknackt. Die vegetative Phase hält weiter an. Jedoch sind auch die Insekten aktiv. Nach der ersten Spritzung vor 3 Wochen in Gerstenbeständen, sollte jetzt bei Befall von Läusen eine zweite Spritzung in Gerste durchgeführt werden. Ein Wirkstoffwechsel ist empfehlenswert. Mangan und Bittersalz sollten mitgefahren werden, um die Winterhärte zu verbessern, auch wenn eine Mangangabe schon appliziert wurde. Wir bieten eine günstige Produktkombination an.

Winterweizenbestände, bei denen noch keine Herbizidbehandlungen durchgeführt wurden, sollten noch im November bei passender Witterung behandelt werden. Eine Herbstbehandlung ist die effektivste Bekämpfung gegen Unkräuter und Ungräser, besonders gegen Ackerfuchsschwanz  und Windhalm.

 

 

710ner Bereifung mit wenig Profil für eine boden- und kulturschonenden Pflanzenschutz vor allem im Herbst.

 

 

NEU: Challenger Rogator 655

 

Aktuell: 06.11.2014

 

Um unseren Pflanzenschutz weiter zu professionalisieren, haben wir die Agrifac-Spritze durch ein Challenger Rogator 655 ersetzt. Dieser hat die bekannten Vorteile der Agrifac wie:

                   - GPS - Teilbreitenschaltung 

                   - variable Spurverstellung

                   - hohe Bodenfreiheit (Fahrwerk von 70 cm auf 120 cm verstellbar)

                   - Allradlenkung

                   - zwei Sätze Reifen (schmale und breite)

Weitere Vorteile sind:

                   - 2,05m hohe Reifen für weniger Bodendruck

                   - größeres Tankvolumen für effizienteres Arbeiten

                  -  automatische Gestängeführung

                  - Fahrwerk sehr gut gefedert --> ruhiger liegendes Gestänge -->

                   genauere Applikation

 

Durch diese neue Spritze wollen wir dem Kunden flexible Einsatzmöglichkeiten bieten.

 

 

 

Wir haben uns einen eigenen Eindruck im Challenger-Werk gemacht

 

 

 

Schneckengefahr

 

Aktuell: 23.10.2014

 

Die Lieblinge der Landwirte sind mal wieder aktiv. Grade auf Flächen mit Raps als Vorfrucht sollte kontrolliert werden.

 

 

Herbstbehandlung Getreide

 

Aktuell: 23.10.2014

 

Aktuell sind in unseren Regionen die ersten Gerstenbestände im späten Zweiblattstadium. Die erste Unkrautbehandlung sollte auf jeden Fall jetzt geschehen. Zudem sind Läuse zu erkennen, die jedoch mit einfachen Cyfluthrin- oder Lambda-Cyhalothrinhaltigen Isektiziden behandelt werden. Läuse müssen bekämpft werden, da sie Überträger vom Gelbverzwergungsviren sind. Zudem sollte ein Zusatz von 1l/ha Mangan gefahren werden, um die Vitalität durch den Winter zu erhöhen. Auch früh gesäter Weizen sollte im Herbst behandelt werden. Denn Problemungräser wie Ackerfuchsschwanz oder Windhalm sind im Herbst besser zu behandeln, als im Frühjahr.

 

 

 

 Raps: warme Wohlfühltage

 

Aktuell: 22.10.2014

 

Nach der zwangsläufig späten Rapssaat und relativ kühlen Temperaturen, konnte der Raps grade in der letzten Woche viel Photosynthese betreiben. Die zweite wachstumsregulatorische Maßnahme mit Carax sollte jetzt erfolgen. Neben Verbesserung der Winterhärte, wirkt Carax auch gegen Phoma. Desweitern haben wir den Spurenelementnährstoffdünger Nutrifite Magnum S eingesetzt, um die Pflanzen in ihrem Wachstum zu unterstützen. Bemerkbar macht sich nach unseren Erkenntnissen die Gülle, die nach der Getreideernte ausgebracht wurde. Das zeigt uns, dass eine organische Düngung im Herbst pflanzenbaulich sinnvoll erscheint.   Durch das Verbot der Neonicotinoid-Beize mussten wir vermehrt gegen Rapsfloh behandeln.

 

 

Die Herbstaussaat beginnt

 

Aktuell: 04.10.2014

 

Bis jetzt scheint das Wetter Stimmungsschwankungen zu haben. Bei 22 °C aktueller Temperatur könnte man den Grill wieder aus dem Schuppen holen, den man im August schon ,gedemütigt von dem regnerischen Wetter, verstaut hat. Die Böden sind durch die Trockenheit nach dem vielen Regen gut bearbeitbar. Aufpassen sollte man, dass die Böden nicht zu schnell austrockten und man nach der Bearbeitung zeitig sät. Wir sparen uns druch Kombination von Tiefenlockerer und Sämaschine einen Arbeitsgang. Neu bei uns ist der 6 zinkige Tiefenmeißel. Er hat anstatt der handelsüblichen Parameißelschare,  senkrechte Meißel. Mit dem Lockerer arbeiten wir normalerweise 30 cm Tief. Wenn Pflugsohlen vorhandne sind können diese mit dem Grubber gebrochen werden. RTK erlaubt uns eine exaktes Anschlussfahren. Neu bei uns ist zudem eine Lemken Saphir 7. Von dem Doppelscheibenschar versprechen wir uns eine exaktere Ablage des Saatguts. 

 

 

 

 

 

wiegen statt schätzen

 

Aktuell: 04.10.2014

 

Am vergangenen Wochenende wurde ein Großteil des Maises für unsere Biogasanlage geerntet. Der Zeitpunkt war gut gewählt, da die TS-Gehalte zwischen 33-35 % lagen. Die Erträge variierten jedoch zwischen 30 und 70 t/ha. Das wiegen gibt Aufschluss wie gut der Mais wirklich ist und zeitgt Unterschiede zwischen Erstfrucht- und Zweitfruchtmais an, die sonst nur geschätzt werden können. Auf einer Parzelle legten wir einen Versuch an, der Auswirkungen vom Fungizid und von einer Spurenelemtdüngung beschreiben sollte. Ertragsmäßig konnten wir keine Unterschiede feststellen. Vielleicht hängt diese Feststellung jedoch auch mit dem ohnehin hohen Ertragspotential dieser Fläche (70 t/ha) zusammen. Denn Bonituren haben gezeigt, dass die Fungizidmaßnahme und vorallem die Blattdüngung positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Pflanzen hatten. Wir denken, dass auf schwachen Standorten eine Blattdüngung und auf maislastigen Parzellen eine Fungizidmaßnahme interessant sein kann. 

Video:
http://www.youtube.com/watch?v=zTEwkQpZ3yA

 

 

 

 

Gute Erträge, schlechte Preise

 

Aktuell: 16.09.2014

 

Der aktuelle Getreide- und Rapsmarkt ist auf einem absteigenden Ast. Hohe Erträge in ganz Europa und auch gute Ernten außerhalb Europas (Sojaernte USA) lassen die Preise purzeln. Der Handel mit Getreide scheint zu stagnieren. Die Proteinwerte im Getreide waren in diesem Jahr nicht sehr hoch. Grade Frankreich konnte die hohen Proteinwerte nicht einfahren. Brotweizen drückt also zusätlich noch auf dem Markt des Futterweizens. Rapskurse haben auch eine Talfahrt hinter sich. Gute Sojaernten in den USA senken den Preis für das Eiweisfutter Raps. Veilleicht heißt die Devise: Abwarten und Tee trinken.  

 

 

 

Raps und Zwischenfrüchte sind zu einem großen Teil gesät

 

Aktuell: 16.09.2014

 

Frustiert wartete man im August auf gutes Wetter, um mit der Rapssaat zu beginnen. So bewölkt der August war, so sonnig ist der September. Der Sommer zeigte sich schließlich doch noch. Gedult musste man haben, um die durchnässten Flächen auftrockten zu lassen, bevor man anfing zu ackern. Einmal bearbeitet trocknete der Boden gut ab und man konnte mit der Saatbettbereitung beginngen. Jetzt stellt sich heraus: Auch wenn der Boden noch so feucht ist und man sich an die regnerischen Tag im August erinnert, sollte die Ablage der Körner nicht zu flach geschehen. Jetzt ist es schon fast zu trocken für eine ausreichenden Keimvorgang. Nach der Saat behandelten wir die Flächen mit den Wirkstoffen Metazachlor und Quinmerac im späten Vorauflauf bis frühen Nachauflauf, um eine gute Klettenwirkung zu erzielen. Wer höchste Wirkung gegen Rauke erzielen möchte ist mit Clomazone haltigen Produkte gut beraten, jedoch nicht was die Abastandsauflagen angeht. Im späteren Stadium werden wir noch einmal nachbehandeln und auch ein Gräsermittel mit einsetzten, falls erforderlich. Nicht zu vernachlässigen sind die Fraßschäden durch den Erdfloh im Raps. Diesjährig dürfen keine Neonicotinoid-Beize eingesetzt werden. Dies erfordert bei starkem Befall schon eine frühe Insektizidmaßnahme.

 

Mais: Stickstoff für höheren Ertrag

Aktuell: 26.06.2014

 

Der Mais wächst in den letzten Tagen sehr schnell. Viel Sonne und warme Witterungsverhältnisse sind Gründe dafür. In dieser Zeit braucht der Mais auch Stickstoff. Die Mineralisation des organischen Bodenstickstoffs wird bei diesen Temperaturen angeregt. Jedoch sind die Bodentemperaturen noch nicht hoch genug. Stickstoff sollte also bei einem ohnehin geringen organischen Stickstoffanteils mineralisch in hohen Wachstumsphase gegeben werden. Wir können dies durch Schleppschläuche mit kostengünstigen Dünger durchführen. Unser Selbstfahrer, der eine hohe Arbeitsbreite sowie Bodenfreiheit hat und allradgelenkt ist, führt diese Maßnahme kulturschonend aus. 

 

 

 

 

 

Getreide: Ährenfusarien bekämpfen

Aktuell: 02.06.2014 

 

In der letzten Woche waren bis Mittwoch/Donnerstag dauerhaft Regenperioden vorhanden. Temperaturen gingen leicht runter. In dieser Zeit kamen auch die ersten Ähren (Anfang BBCH 51). Der Infektionsdruck war durch die vorhanden Niederschläge gegeben, auch wenn die Temperaturen gering waren und die Grenze von 16 °C nicht überschritten. Es steht also die Blütenspritzung an. Bewährte mittel sind verschiedene Azole (Osiris mit Ampera). Sie sind kostengünstig und haben neben der Fusariumwirkung auch eine hoche kurative aber besonders eine weite protektive Wirkung, sodass man möglichst weit einen Schutz bieten kann.

 

 

 

Rüben: Blattdünung zum Reihenschluss

 

Aktuell: 02.06.2014

 

Die Rüben haben zum großen Teil die Reihen geschlossen. Letzte Unkrautmaßnahmen sind in offenen Beständen vollzogen worden. 2,5 - 3 kg Metamitron sollten für eine ausreichende Bodenwirkung genügen. Rüben leiden bei schlechten Standortbedingungen (pH wert Hoch, Wasserknappheit) unter Bormangel. Um den Borhaushalt aufzubessern, sollte Bor bei Reihenschluss appliziert werden. Zusätzlich kann bei dieser Maßnahme weitere Spurennährstoffe ausgebracht werden. Mit der Fungizidbekämpfung sollte noch gewartet werden.

 

 

 

 

Mais: Jetzt aber ran

 

Aktuell: 19.05.2014

 

Super Wetter für eine Applikation von Maisherbiziden. Die Frage ist nur welche?

Nach unserer Erfahrung fahren wir bei starkem Hirsenbesatz mit Clio Super im Splitting-Verfahren sehr gut. Bei Nachbau von Zuckerrüben und bei Vorkommen von Kartoffeln sollte auf Laudis gesetzt werden. Problemunkräuter wie Edmandelgras müssen mit zusätzlichen Mitteln behandelt werden (z.B.: Artett).

 

 

Wir favorisieren das Splittingverfahren. Grade durch die Kälte der letzten Woche hat der Mais bei 100 %tiger Aufwandmenge gelitten. Zum anderen liegt bei zu geringer Bodenfeuchte die Gefahr vor, dass Bodenmittel nicht vollständig wirkt. Nachauflaufunkräuter werden dann mit der zweiten Unkrautspritzung erfasst.

 

 

  

Rüben: Versiegelung vollzogen, jetzt auf eventuelle Disteln achten

 

Aktuell: 19.05.2014  

 

Die 3. NAK ist erfolgreich abgeschlossen. Die 1. und 2. NAK konnte vor der Regenperiode Anfang Mai durchgeführt werden. Leider konnten durch teilweise trockene Bedingungen die Bodenwirkstoffe nicht richtig wirken. Ein guter Zeitpunkt für die Spectrum Spritzung war aufgrund der hohen Bodenfeuchte zwischen der 2. und 3. NAK gegeben. Zusätzlich konnten hier Gräser mit rausgenommen werden. Bei der 3. NAK konnte man noch einmal letzte Unkräuter, falls überhaupt vorhanden, behandeln und die volle Menge Metamitron auffahren, bevor die Reihen schließen.

 

 

 

Jetzt sollte auf Disteln geachtet werden. Falls diese schon groß genug sind sollte eine Behandlung mit Clopyralid (Lontrel) gefahren werden.

 

 

 

Getreide: Wachstumsregler abgeschlossen - Düngen nicht vergessen

 

Aktuell: 19.05.2014

 

Die Wachstumsreglermaßnahmen sind weitesgehend abgeschlossen. Fungizide mit vorbeugender Wirkung wurden mit eingesetzt (Mehltau und Braunrost). Die Ährendünung steht jetzt an. Mit den Niederschlägen in den letzten Wochen ist viel Stickstoff freigesetzt worden. Der Wasserhaushalt sollte mit den Niederschlägen wieder aufgefüllt sein. Eine Gabe von 50-70 N sichert die Kornfülle in den letzten Reihen. Auch beim Cultanverfahren sollte nicht auf diese verzichtet werden, wie sich in den letzten Jahren heraus stellte.

 

 

 

 

Rüben laufen auf - Unkraut auch

 

Aktuell: 13.04.2014 

 

 

 

Die ersten Herbizidmaßnahmen sind erledigt. Dier erste Unkrautbehandlung wurde mit den üblichen Wirkstoffen Metamitron (Goltix), Chloridazon/ Quinmerac (Rebell Ultra), Ethofumesat (Ethosat) und phenmediphamhaltige Produkte wie Betanal maxx Pro getätigt. Unsere Philosophie ist es den Unkrautdruck möglichst früh zu senken. Deshalb wird auch noch kein Debut eingesetzt, um ein unnötiges Schädigen der Rübe zu vermeiden. Jetzt wird Niederschlag benötigt, um der Rübe ein weiteres ungehindertes Wachsen zu ermöglichen. Mitte nächster Woche ist Frost gemeldet, sodass mit einer Unkrautbekämpfung in der kommenden Woche gewartet werden sollte.

 

 

Grünroggen vorm Regen gemäht, nach dem Regen geerntet

 

Aktuell: 13.04.2014

 

Nicht optimal waren die Bedingungen für die Grünroggenernte 2014. Das Wasser lief aus den Abfuhrwagen heraus. Viel zu nass würde man sagen. Aber trotzdem war die Entscheidung für die Ernte nicht ganz falsch. Am Sonntag den 6. April wurde angefangen zu schneiden. Das ausschlaggebende Kriterium war die Wuchshöhe, die Stabilität sowie das Pflanzenstadium des Grünroggens. Er befand sich im Beginn des Ährenschiebens und war relativ unstabil. Da am Montag Abend und Dienstag Regen mit viel Wind gemeldet war, entschieden wir uns zu Schneiden, um ein Hinlegen des Grünroggens zu vermeiden. Denn umgeknickte Grünpflanzen lassen sich schlecht bis kaum mähen. Da am Montag das Mähen noch nicht beendet war, wurde am Dienstag nach dem Regen gemäht. Jedoch war hier die Nässe im Schwad deutlich zu spüren. Aufgrund des besser werdenden Wetters wurde Donnerstag die Ernte fortgesetzt und beendet.  

 

 

 

 

Nächste Einkürzung mit Fungiziden Planen

 

Aktuell: 07.04.2014

 

Weizenbestände wachsen weiter, sofern sie gut entwickelt durch den Winter kamen. Spätsaaten können auf leichten Böden Wassermangel aufweisen, da die Wurzeln nicht stark genug ausgebildet sind. Trotz warmen Wetters mit wenig Niederschlag ist Bodenfeuchte noch gegeben, nicht zuletzt bedingt durch hohe Taubildung. Der spät gesäte Weizen kommt zum Teil in EC 32. Die nächste Wachstumsreglermaßnahme steht mit CCC und Moddus an. Zudem sollte neben dem schon vorhandenen Gelbrost auf Septoria geachtete werden und ein passendes Fungizid gefahren werden. Wenn Spätverunkrautung (Klette, Kornblume, etc.) noch vorhanden sein sollte, ist jetzt ein passender Zeitpunkt um dieses mit zu erfassen.

 

 

 

 

Raps - bevorstehende Blütenbehandlung

 

Aktuell: 07.04.2014

 

Teilweise sind in Rapsbeständen schon 50 - 60 % der oberen 3 - 5 Blütenstände geöffnet. Das ist der optimale Zeitpunkt für eine Blütenbehandlung, um Sclerotinia (Weißstängligkeit) zu bekämpfen. Falls mehr als ein Kohlschotenrüssler pro Pflanze auftritt, sollte zudem ein Insektizid hinzugezogen werden. Durch unsere Selbstfahrspritze mit hoher Bodenfreiheit und hoher Arbeitsbreite wird eine Blütenbehandlung kulturschonend durchgeführt.

 

 

 

CCC Termin ist da - Bestände stabil machen und mit Stickstoff andüngen  

 

Aktuell: 30.03.2014

 

Die normal gesäten Getreidebestände haben das Ende der Bestockung erreicht. Leichter Rost macht sich in den unteren Blättern breit. Mehltau ist zudem an den Stängelbasis vorhanden. Bei einem großen Vorkommen an Rost sollte ein passendes Fungizid gefahren werden. Mehltau ist zudem zu bekämpfen. Mit 1,5-2 Litern CCC haben wir die erste Einkürzung vorgenommen, um die Halmbasis zu kräftigen. Zudem wurde ein Mehltaumittel gefahren. Desweitern wurden die Bestände je nach Bedarf mit 50 - 80 N gedüngt.

 

 

 

 

 

Gute Bedingungen für Düngung und Herbizideinsatz in Getreide

 

Aktuell: 24.03.2014

 

Der Winter hat sich schon meteorologisch am 1. März dieses Jahres verabschiedet. Jedoch ist der eigentliche Frühlingsanfang am 20. März dieses Jahres gemeldet. Denn zu diesem Zeitpunkt werden die Tage wieder länger als die Nächte. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Pflanze hormonell in die Schossphase umschwänkt. Jedoch konnte früh gesäter Weizen durchaus schon Anfang März das EC Stadium 31 erreichen. Spät gesäter Weizen, bei dem noch keine Herbizidmaßnahme gefahren wurde, wurde mit IPU in Verbindung mit AHL oder Brodway solo behandelt. Die Mittel besitzen eine sehr gute Wirkung und sind preislich interessant. Auch wenn gutes Wetter vorhanden ist sollte man auf den CCC Einsatz noch warten. Bei zu frühem Einsatz fördert man die Nebentriebe, was bei guten Beständen kontraproduktiv ist. Es sollte auch bis EC 30 gewartet werden, um eventuell erforderliche Fungizide hinzumischen zu können. . 

 

 

 

 

 

Rüben kommen früh aber gut rein

 

Aktuell:24.03.2014

 

 

 

Der warme März hat einen frühen Saatbeginn erlaubt. Jedoch mussten auch die Bodenverhältnisse passen. Auf leichten, sandigen Böden konnte schon früh mit der Bodenbearbeitung begonnen werden. Schwerere Böden mussten erst noch abtrocknen, was zudem durch den diesjährigen Zwischenfruchtanbau erschwert wurde. Denn winterharte Zwischenfrüchte wie Ölrettich froren nicht ab. Wir zogen deswegen eine frühe Glyphosatbehandlung vor, um möglichst viel Blattmasse mit dem Totalherbizid zu erreichen. Das Glyphosat sollte bis zur Wurzelbasis vordringen und die Rettiche komplett abzutöten. Nach drei Wochen Wirkzeit konnte die organische Restmasse durch Mulchen oder per Scheibenegge eingearbeitet werden. Dann erfolgte der Arbeitsgang mit dem Kompaktor, der ein sehr flaches, feinkrümeliges Saatbett herstellt. Jetzt muss auf Unkrautbefall geachtet werden.   

 

 

 

 

 

  

 

 

 

Grünroggen power geben - Weizen Zeit geben

 

Aktuell: 22.02.2014

 

Der Winter lässt wohl voraussichtlich noch länger auf sich warten. Wahrscheinlich sehen wir ihn erst in einem Jahr wieder. Die Temperaturen im Januar waren überdurchschnittlich hoch. Das gleiche wird für den Februar gelten. Wir sind mit einem leichten Niederschlagsdefizit in ein neues Jahr gewechselt und auch der Januar ist nicht sehr feucht, auch wenn es so scheint. Wir haben auf keinen Fall zu viel Nässe im Boden. Jedoch blieb der Frost aus. Die vegetative Phase wurde fast nicht unterbrochen. Getreidebestände, die früh gesät wurden sind sehr weit in der Bestockung. Jedoch auch spät gesäte Bestände beispielsweise nach Rüben sind gut entwickelt. Der Weizen sollte jetzt auf keinen Fall eine zu hohe Andüngung erhalten. Wenn es möglich ist sollte mit Gülle und Piadin eine Startgabe gemacht werden. Gärsubstrat eignet sich noch besser, da der Anteil am Ammonium N höher ist. Dieses ist pflanzenverfügbar. Wenn Piadin hinzugesetzt wird, wird die Nitrifikation gehemmt und der Sticksoff verteilt sich auf einen breiteren Zeitraum. Wenn keine Gülle oder keine Befahrbarkeit vorhanden ist, sollte mit einem ammoniumhaltigen Dünger wie ASL angedüngt werden. Bei späten, schwachen Beständen mit wenig Bestockung oder Gänseschäden, sollte jedoch eine kräftige N-Startgabe getätigt werden. AHL eignent sich hierfür sehr gut.  Grünroggen zeigt ein anderes Bild. Er wächst fröhlich vor sich hin und das sollte auch so bleiben. Also sollte diese Kultur jetzt stark angedüngt werden, damit das Blatwachstum gefördert wird und möglichst viel Biomasse entsteht. Die Ausbringung mit AHL über Schleppschläuche ist eine verlustarme Ausbringungstechnik.

 

 

Raps - verhalten oder stark andüngen 


 

Aktuell: 07.02.2014


 

Der milde Winter hat uns trotz später Rapsaussaat relativ gut entwickelte Bestände gebracht. Die N-Aufnahme war also dementsprechend hoch. Bei sehr gut entwickeltem Raps sollte man trotz großem Stickstoffverbrauch verhalten düngen, um erhöhtes Krautwachstum zu vermeiden. Im Langtag sollte jeoch Sticksoff geliefert werden. Wir haben mit Gülle bei leichtem Frost schwache Bestände jetzt schon angedüngt. Da Gülle auch erst verzögert wirkt, ist das durchaus machbar. Jedoch sollten Fahrspuren und Überfahren durch den Bestand vermieden werden, sodass man nur durch Fahrgassen fahren sollte. Falls die Technik eine solche Ausbringung der Gülle nicht hergibt, sollte mineralisch gedüngt werden. Mit Lenasol-Lösung lässt sich Stickstoff und Schwefel düngen, was der Schwefelversorgung zu Gute kommt. 


 


 


 

 

Rüben dienen zur Stromproduktion 


 

Aktuell: 07.02.2014


 

Ein einsamer Rübenhaufen lag noch auf dem schon lange geerntetem Rübenacker. Die Rüben wurden nicht vergessen, sondern dienen jetzt als Nahrungsgrundlage der Bakterien der bioenergie-altkalkar.

Rüben setzten wir seit dem letztem Jahr in unserer in Kooperation betriebenen Biogasanlage ein. Wir möchten mit diesem Substrat die Fruchtfolge erweitern und Biogasprozesse verbessern. Denn je mehr Inputstoffe energiereicher Art vorhanden sind, desto besser ist der Lebensraum der Bakterien. Außerdem ist die Zuckerrübe durch ihr hohes Maß an Sauerstoffproduktion  eine sehr klimafreundliche Pflanze. Ein Hektar Rüben deckt den jährlichen Sauerstoffbedarf von 80 Menschen, während ein Hektar Wald den jährlichen Sauerstoffbedarf nur für 23 Menschen deckt. 


 


 


 

Bis jetzt gut entwickelter Raps


 

Aktuell: 26.10.2013


 

Der Raps, der noch Mitte August gesät werden konnte, hat sich gut etabliert. Ein geringer Schneckendruck unterstütze die Jugendentwicklung. Die Rapsbestände, obwohl sie zeitnah und früh gesät wurden, sind trotzt alledem in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Der Raps, der früh gesät wurde und noch genug Wasser zum keimen hatte, ist sehr viel weiter als der Raps, der erst mit dem ersten wirkungsvollen Regen (1-2 Wochen nach der Saat) gekeimt ist. Eine Parzelle kann also durchaus Pflanzen, die im 3.- und Pflanzen, die im 8.- Blattstadium sind haben. Eine Wachstumsreglermaßnahme muss trotz alledem einheitlich getätigt werden. Wir haben mit 0,5 l/ha Folicur, 1 l/ha Bor, und falls erforderlich Tagar Super gegen Getreideaufwuchs eingesetzt. Unmittelbar danach erfolgte die Unkrautbekämpfung. Wer auf Nummer sicher gehen will muss neben Fox auch Effigo einsetzen, damit auch Kamille bekämpft wird. 


 


 


 

Auch bei kleinem Raps sollte eine Behandlung mit Wachstumsregler getätigt werden. Denn das Einkürzen macht den Raps winterhart. Die Wurzeln prägen sich durch den Einsatz besser aus und man wirkt Cylindosprium (Weißfleckigkeit) entgegen. Außerdem reduziert man den Wasserbedarf der Pflanze, was zur Winterhärte beisteuert. 


 


 

Weizen gesät, jetzt erste Herbizidmaßnahme


 

Aktuell: 26.10.2013


 

Das Getreide konnte Mitte Oktober unter guten Bedingungen gesät werden, wenn man ein trockenes Zeitfenster erwischt hat. Unsere Philosophie ist es den Boden tief zu lockern und gleichzeitig zu säen. Diese Kombination aus Tiefenlockerer und angehängter Sämaschine erlaubt es uns, schlagkräftig und kostengünstig zu arbeiten. Diesjährig testen wir eine RTK-System, was ein Säen im Toleranzbereich von 1-2 cm erlaubt. 


 


 


 

 Frühsaaten sollten unbedingt mit einem Herbizid behandelt werden, damit zum einen die Auflaufenden Unkräuter und Ungräser schon bekämpft werden und zum anderen dem Resistenzrisiko grade bei Ackerfuchsschwanz entgegengewirkt wird. Mit einem Carontinhemmer wie Herold, was eine sehr geringe Resistenzgefährdung hat, und IPU (Arelone Top) gegen Gräser hält man den Acker sauber. 


 

 


 


  

Spitzenerträge bei Weizen 

 

Aktuell: 02.09.2013

 

Durch den langandauernden Winter bis in die Ostertage hinein wurde die Ernte auch nach hinten verschoben. Trockenheiten im Mai und Juli haben den Ertrag nur auf leichten Standorten negativ beeinflusst, da nicht genug Wasser für Kornausbildung gegeben war. Auf guten Standorten jedoch waren Rekordernten zu verzeichnen. Einen durchschnittlichen Weizenertrag von 10 Tonnen und mehr war nicht die Ausnahme. Durch die gute Ernte sanken jeoch auch die Preis. Ein Teil der Ernte haben wir deswegen eingelagert.  

 

 

 

 


trotz später Weizenernte gute Bedingungen für Rapssaat

 

Aktuell: 02.09.2013

 

Trotz später Weizenbergung konnte der Raps verzögert aber unter guten Bedingungen gesät werden. Ausfallgetreide hatte bei Weizenflächen oft nicht genug Zeit zum keimen. So konnte das Ausfallgetreide nicht mechanisch beseitigt werden, sodass ein höherer Pflanzenschutzeinsatz gegen Gräser im 4 - 6 Blatt Stadium erwartet werden kann. Nach der Saat wurde geringelt und direkt eine Vorauflaufspritzung mit Butisan Gold getätigt.  

 

 

Der Raps ist im Boden. Jetzt muss nur noch auf Regen gehofft werden.   

 

 

 Pilzbekämpfung: nicht vernachlässigen

 

Aktuell: 12.07.2013

 

Die Rüben haben bis jetzt ein sehr gutes Wachstum vollzogen. Jetzt steht die Zeit der Fungizidbekämpfung an. Wir verwänden das Mittel Juwel, was durch seine zweiteilige Formulierung eine sehr gute Wirkung aufweist. Während Kresoxim-methyl direkt am Aufbringort wirkt, wird Epoxiconazol von der Pflanze aufgenommen und systemisch verteilt. Die Wirkung ist langanhaltend.

 

 

 

Außerdem verwenden wir noch ein Insektizid, um zum Beispiel die Rübenfliege zu bekämpfen. Da der Borbedarf der Rübe hoch ist mir der Fungizidmaßnahme eine Blattdüngung sinnvoll.

 

 

 Die Applikation sollte früh morgens geschehen, damit die Thermik eine gute Benetzung zulässt.

 

Stickstoff für den Mais

 

Aktuell: 12.07.2013

 

Mais hat eine hohe Nährstoffaufnahmefähigkeit. Als C4 Pflanze kann der Mais sehr viel Sonnenenergie aufnehmen und umwandeln. Während er in der Jugendentwicklung vor allem Phosphor benötigt, beträgt die Nährstoffaufnahme des Stickstoffs in der späten Entwicklung (10-15 Tage vor der Blüte bis 30 Tage nach der Blüte) ca. 70-80 % der gesamten N-Aufnahme.

 

 

Eine N-Gabe mit Flüssigstickstoff ist durch unsere Selbstfahrtechnik kulturschonend und schnell durchzuführen. Durch Schleppschläuche werden Ätzschäden vermieden.

 

Weizen: eine lange Regenphase mit warmen Tagen im Juni

Aktuell: 11.06.2013

 

Das Fahnenblatt ist voll da. Wo Septoria-Tritici aufgetreten ist, sollte schon behandelt worden sein. Gelbrost ist punktuell auch noch zu finden. Letzte Fungizidbehandlungen sollten also bei Bedarf noch getätigt werden.

 

Spätdüngung: Den Weizen jetzt nicht verhungern lassen

 

Die Beständen betreiben ordentlich Wachstum. Die Ähre wird geschoben und in 2 Wochen wird es zum Beginn der Kornausbildung kommen. Deswegen sollte jetzt der Weizen mit 60-70 N gedüngt werden. Wir bevorzugen diese Gabe flüssig mit Schleppschläuchen. Bei dem trockenem Wetter dringt der Stickstoff besser in den Boden ein und kann dann mobilisiert werden. Die Schleppschläuche sorgen dafür, dass auf Blätter und Ähre keine Brennschäden entstehen. Auch bei Cultan-Verfahren sollte nicht auf eine letzte Düngung verzichtet werden.

 

Wenn Regen in Sicht, dann Ährenbehandlung 

 

Ährenfusarien sind besonders bei Vorfrucht Mais zu erwarten. Bei regnerischem Wetter kann die Infektion durch Regentropfen, die auf Maisstoppeln und wieder zurück auf die Getreidepflanze gehen, hervorgerufen werden. Bei gefährdeten Sorten und Standorten ist in jedem Fall zu einer Ährenbehandlung geraten.

 

 

 

 

 

 Mais: erste Splittingmaßnahme sehr gut verträglich

Aktuell: 11.06.2013

 

Nachdem die erste Unkrautbekämpfung im Mais erfolgreich verlaufen ist, kann jetzt eine Nachlage mit dem anderen Teil der Aufwandmenge getätigt werden. Falls Spezialunkräuter noch vorhanden sind, sollte über ein Zusatzmittel nachgedacht werden. Jetzt ist noch ein guter Zeitpunkt, um diese Unkräuter zu eliminieren. Bei dem warmen Wetter ohne Regen ist der Mais zeitweise unter Hitzestress. Hier zeichnen sich die Vorteile der Splitting-Spritzung aus. Die halbe Aufwandmenge verursacht keine Schäden bei dem Mais.

 

 

 

Maisdünung kann bei wenig Vorsaat- und Saatdüngerausbringung jetzt mit begonnen werden. Wir verwenden hierfür unsere Selbstfahrer mit Schleppschläuchen. Sie sind beide mit Allradlenkung ausgerüstet, um die Kulturverluste zu minimieren.

 

 

 

 

 

Rüben: "Der Fotosynthesemotor läuft auf Hochtouren"

Aktuell: 11.06.2013

 

Die Rüben haben die letzte Unkrautbekämpfung gut überstanden und der Versiegelungsschutz reicht voraussichtlich bis zum Reihenschluss. Dieser ist bei vielen Flächen schon fast vollzogen. Durch das warme sonnige Wetter zum Beginn des Junis, wird kräftig Fotosynthese betrieben. Das Wasser im Boden ist noch gegeben, es sollte aber bald wieder regnen. Da jetzt das Massenwachstum der Blätter beginnt und der Borbedarf vorhanden ist, steht die Bor-Behandlung an. Gegebenenfalls werden Spurenelemente wie Mangan durch Bittersalz hinzugefügt.

 

 

 

 

Weizen: Jetzt kürzen und Fungizid als Vorlage

Aktuell: 08.05.2013

 

Der Weizen befindet sich bei mittlerem Saattermin zwischen Stadium 31 und 32. Der zweite Knoten hat sich ca. 1 cm von dem ersten Knoten abgesetzt. Hier wäre jetzt eine passende CCC- und Moddus-Applikation zu erwägen. Außerdem sollte ein passendes Mittel gegen Pilzkrankheiten mit in die Maßnahme einbezogen werden. Vor allem Mehltau und Gelbrost können sich bei der derzeitigen unsicheren Wetterlage mit zeitweisenden Niederschlägen entwickeln. Darum ist dies ein passender Termin, um den Weizen zu behandeln.  

 

Weizen aus unserem Bestand, 08.05.2013, zwei Knoten und die Ährenanlage zu erkennen 

 

Mais: Jetzt schon sauber putzen

Aktuell: 08.05.2013 

 

Der erste Mais ist vor 4 Tagen aufgegangen. Das erste Unkraut leider auch. Wir empfehlen eine Splittingmaßnahme, um sowohl das schnell auflaufende Unkraut (Gänsefuß) als auch das spätere Unkraut zu vernichten. Außerdem fügen wir dem Mais durch Halbierung der Aufwandmenge  keinen Stress zu, der insbesondere in Trockenperioden ertragsrelevant sein kann. Zumahl bei Trockenperioden die Bodenwirkung schlecht ist und dann eine Nachlage mit frischen Herbizid hinreichend Wirkung zeigt. 

 

 

 

Zuckerüben: Endlich Regen - jetzt auch Gräser bekämpfen

Aktuell: 08.05.2013

 

Die Zuckerüben sind soweit gut aufgekeimt. Der Niederschlag ist noch passend gekommen. Die 2 NAK wurde zum großen Teil schon appliziert und zeigt durch den jetzt feuchten Boden auch gute Bodenwirkung. Jetzt sollten man die Gräser im Griff haben. Mit Spectrum sollten Hirsen und andere Ungräser gut bekämpft werden können. Außerdem versiegelt man damit auch noch mal den Boden gegen nachlaufenden zweikeimblättrige Unkräuter.  

 

 

Raps: Blütenbehanlung steht an

Aktuell: 08.05.2013 

 

Wenn es noch nicht in späten Raps geschehen ist, sollte noch einmal auf Käfer geachtet werden und gegebenenfalls eine Insektizidbehanlung gemacht werden. Wenn mehr als 50 % der Blüten geöffnet ist kann man mit der Blütenbehandlung beginnen. Diese soll vorzugsweise Weißstängeligkeit bekämpfen, was als Krankheit den größten Ertragseinfluss hat. In Kombination mit einem passenden Insektizid ist dann nur noch auf eine gute Ernte zu hoffen. 

 

 

 

 

Allradlenkung und hohe Bodenfreiheit bieten gute Vorraussetzung für eine kulturschonende Blütenbehanlung  

 

 

Grünroggen geerntet- schlechter Ertrag

Aktuell: 05.05.2013 

 

Die Grünroggenernte 2013 kann als mäßig bezeichnet werden. Das Substrat für unsere Biogasalage  bioenergie-altkalkar  

war bedingt durch den langen Winter und den schnell eintreffenden Langtag ohne Bestockungsphase unterdruchschnittlich im Ertrag. Der lange Winter nahm den Pflanzen die Möglichkeit ausreichend zu wachsen. Der Grünrogen ging also mit wenig Länge ins Ährenschieben über, sodass gemäht werden musste.

   

 

 

 

Dafür konnte der Mais früh genug gesät werden. Wir haben nach der Bergung Gärsubstrat ausgebracht (35-40 Kubikmeter) und direkt flach eingepflügt. Durch ein flaches Pflügen soll der Boden nicht unnötig austrocknen. Trotzdem soll ein ausreichend sauberes Saatbett geschaffen sein. Nach dem Pflügen wurde mit dem Kompaktor die Saatbettbereitung getätigt.  

 

 

Die Pflanzen leiden unter enormen Stress - Unterstützende Maßnahmen werden durch Düngung und CCC-Applikation getätigt 

 

Aktuell: 07.04.2013 

 

Das Getreide hat in den letzten Wochen viele Temperaturschwankung mitgemacht. Besonders die Wintergerste zeigt zuerst Anzeichen einer fehlenden Spurnelementversorgung. Winterweizen kann den tagsüber gebildeten Zucker nachts nicht speichern. Wir befinden uns jetzt schon im Langtag (Ab 21. März), was bedeutet, dass die Pflanze in die Schossphase über geht. Durch eine N-Gabe und zusätzlich Spurenelemente wie Bor und Mangan sowie einen CCC-Applikation wollen wir nun die Bestockung fördern. Der Haupttrieb wird gebremst und die Nebentriebe können sich noch stärker entwickeln.  

   

Manganmangel in Gerste

 

Anwalzen - mechanische Bestockungsförderung 

 

Zudem kann man durch Walzen zum einen den hochgefrorenen Boden rückverfestigen, sodass die Wurzeln wieder Wasseranschluss haben, zum anderen fördert man durch Verletzung der Pflanze nocheinmal die Bestockung. 

 

 

 

 

Raps hat es schwer 

 

Die Rapsbestände leiden besoners bei uns am Niederreihn neben der Kälteperiode an Taubenfraß. Man kann nur hoffen, dass sich die Pflanzen von den  Auswinterungs- und Fraßschnäden regenerieren können. Eine ausreichende N-Düngung sowie Spurenelemtversorgung ist dafür Vorraussetzung.   

 

 

 

 

"Wenigstens 10cm Schnee..."  

Aktuell: 07.04.2013 

Der Niederschlag fehlt. Im April zeitweise Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu haben ist auch nicht alljährig der Fall. Der Winter will sich nicht verabschieden. Und der trockene Ostwind trägt nicht grade zu einer Verbesserung der Situation bei. Wenn es doch 10 cm Schnee geben würde, die tagsüber schmelzen würden, wäre viel getan für die Vegetation. Natürlich wäre normaler Niederschlag angepasster. 

 

 

Wir haben jedoch bei dem trockenen Wetter die ersten Rübenäcker fertig bestellt. Den Einsatz von Glyphosat bei diesen kalten Temperaturen war als kritisch zu betrachten, doch haben wir  die Applikation auf den abgefrorenen Boden getätigt. Nach einer Düngung von 40 kg N und 10 kg Schwefel wurde der Boden mit dem Kompaktor ein bis zwei Mal bearbeitet. Der Kompaktor zeichnet sich durch Herstellung eines sehr flachen Saatbetts und einer feinen Krümelstruktur vor allem im Bereich  der Saatgutablage aus. 

 

 

Unteranderm realisieren wir Bodenschonung durch Breitreifen und wenig Luftdruck.  

 

Raps, Grünland und Getreide mit Stickstoff angedüngt  

Aktuell: 09.03.2013 

Die ersten Sonnenstrahlen waren nach den wechselnden Frostperioden zu sehen und durch die frühlingshaften 15 °C plus wird die Vegetation wieder geweckt. In Rapsbeständen und in Grünlandbeständen haben wir nun mit der Startdüngung begonnen. Gleichzeitig konnten wir zum ersten Mal unseren neuen Selbstfahrer testen. Der neue Selbstfahrer ist mit einem 36 m Gestänge ausgerüstet. Düsenabstand beträgt 25 cm, sodass wir wie bei unseren weiteren Maschinen die Düsen während der Fahrt wechseln können. Allradlenkung verspricht kulturschonende Pflanzenschutzmaßnahmen. Besonderheit bei der neuen Spritze: Das Gestänge wird automatisch geführt (BoomControl). Sensoren messen den Abstand zur Kultur und regulieren die gewünschte Höhe nach. Präziser Pflanzenschutz auch an dieser Stelle. 

 

Grünland und Rapsbestände haben wir mit 100 N angedüngt. In Getreidebeständen haben wir ca. 50-80 N gedüngt. Wenn reiner Stickstoff ausgebracht werden sollte, wurde mit AHL gefahren, bei S-Bedarf wurde die Startdüngung mit 15-6er-Lösung vollzogen.

 

Die Pflanzen befinden sich im Anfang der Bestockung. Hier möchten wir eine ordentliche Startgabe geben, damit die Bestockung möglichst weit voran geht. Im Getreide haben wir Anfang Februar mit Gärsubstrat gedüngt. Die Düngung mit Gärsubstrat auf Getreide ist in vielen Betrieben durchaus sinnvoll. Bei Frost erreicht man eine gute Befahrbarkeit der Böden. Die Kali- und Phosphorversorgung ist auf den meisten Standorten dadurch auch gesichert. Die Nitrataufnahme ist jedoch im kaltem wechselhaften Frühjahrszeitraum ungleichmäßig und nicht kalkulierbar. Deswegen ist eine mineralische Düngung neben der organischen sinnvoll. Bei Schwefelengpässen wird die 15-6er-Lösung empfohlen.  


 

 

 

 

Zweiter Selbstfahrer -Horsch Leeb PT 270-

Aktuell: 27.01.2013

 

 

-Ihnen mehr bieteten können- In den letzten Jahren haben wir unser Pflanzenschutzangebot deutlich ausgebaut. Nun gehen wir einen weiteren großen Schritt mit dem zweiten Selbstfahrer, der bald auch auf ihren Feldern unterwegs ist. In der Frühjahrsbehandlung wird er sich zuächst bahaupten müssen.  

Frühe Aussaat mit Herbizidbehandlung

Aktuell: 29.11.2012

 

Zum jetzigen Zeitpunkt ist der früh gesäte Weizen nach Raps im 2 - Blatt - Stadium. Die erste Herbizidbehandlung wurde am 22.11 ausgeführt. Wir setzten eine Kombination aus Arelon TOP und Herold ein. Die frühe Behandlung beugt Unkrautkonkurrenz und Resistenzen vor. Wichtig ist die Herbizidbehandlung im Herbst bei Ackerfuchsschwanz- oder Windhalmstandorten. Bei später Saat sollte eine Frühjahrsbehanlung vorgeszogen werden, um den Auflauf nicht zu hemmen. 

 

 

 

Zwischenfruchtanbau-Bodenschutz, Humusbildung, Nährstoffspeicher

Aktuell: 29.11.2012

 

 

 

Zwischenfrüchten werden zu Zeiten der erhöten Produktion an nachwachsenden Rohstoffen und durch intensiven Ackerbau vermehrt angebaut. Sie dienen der Erweiterung der Fruchtfolge und dem Bodenschutz. Durch das dichte Wurzelgefüge werden Nährstoffe gespeichtert und Erosionen vorgebeugt. die tiefwurzelnen Früchte lockern den Boden und erhöhen das Porenvolumen. Da Stickstoff aufgenommen werden kann, sind sie zudem interessant für die sinnvolle Verwertung von Wirtschaftsdünger. 

 

 Filterfähigkeit von Boden mit und ohne Zwischenfrucht 

   

In einem praktischen Versuch in der Nähe von Osnabrück konnte man einfach erkennen, dass eine Boden mit Zwischenfurcht Wasser sowie Erdpartikel mit den gebundenen Nährstoffen wesentlich besser bindet, als beispielsweise einen auf Winterfurche gelegten Boden.  

 

rechts mit Zwischenfrucht, links ohne  

  

Herbstbestellung - gepflügt geht auch

(Aktuell: 05.11.2012)

 

Normalerweise sind wir überzeugt von unserem Säsystem: Sämaschine mit Kreiselegge und davor einen Tiefenlockerer. Mit diesem System arbeiten wir seit Jahren. Die Arbeitsqualität ist hierbei sehr gut, auch wenn die Bodenverhältnisse schlecht sind, wie es nach dem Roden von Rüben Mitte November bis Ende Dezember ist. Zudem überzeugt dieses System in ökonomischen Gesichtspunkten. Aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden zu pflügen.

 

Und das Pflügen hat auch seine Vorteile: Zum Einarbeiten von organischer Masse und wenn man frische Erde zum Säen an die Oberfläche bringen möchte, zeigt der Pflug seine Stärken. Ebenso um ein "reines" Saatbett ohne Pflanzenrückstände zu erlangen, wie zum Beispiel bei Mais, ist ein Umdrehen des Bodens erforderlich.


 


Biogasmais gehäckselt - guter Ertrag bei mäßigem Wetter 

(Aktuell: 30.10.2012)


 


 

Der Biogasmais ist tendenziell immer etwas später Reif im Vergleich zum konventionellen Futtermais. So auch dieses Jahr. Wir haben erstmals eine Pistenraupe zur Verteilung der Silage verwendet. Diese hatte eine enorme Schubkraft und damit auch eine große Schlagkraft.

Wir haben zunächst mit zwei großen Maishäckslern gehäckselt. Bei guten Bedingungen kamen diese schnell voran, sodass es auf dem Silo eng wurde. Die Pistenraupe schob und dann verdichteten zwei Walzschlepper das Silo. 

        


 


 

 


  

Maisstoppelbehandlung - Welche Vorsorge gegen Fusarien? Aktuell: 26.10.2012

 

Bei Weizen nach Mais ist es sehr sinnvoll, so wenig Stoppeln wie möglich an der Oberfläche zu lassen. Eine gängige Option ist das Mulchen. Wir haben neben dieser konventionellen Methode auch eine Bearbeitung mit der Scheibenegge ausprobiert. Das erste Ergebnis war gut: Der Stoppelanteil an der Oberfläche nach dem Pflügen und Säen war gering.  


 

    


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Martin Wilmsen

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